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| 15:04 Uhr

Trotz brütender Hitze
Ausgelassene Stimmung beim diesjährigen Stadtfest in Finsterwalde

Menschen über Menschen beim Stadtfest in Finsterwalde. Die Sängerstädter und deren Gäste verstehen es zu feiern.
Menschen über Menschen beim Stadtfest in Finsterwalde. Die Sängerstädter und deren Gäste verstehen es zu feiern. FOTO: Jürgen Weser
Finsterwalde. Hitze und Regenschauer halten Sängerstädter nicht vor dem Feiern ab. Auf 30 Jahre Partnerschaft zu Eppelborn angestoßen. Von Jürgen Weser

Drei Bühnen im Stadtzentrum, Biermarkt, Konzerte, Sport und jede Menge Unterhaltung für die ganze Familie und Partyzeit bis in die Nacht waren angerichtet. Vierzig Gäste aus dem saarländischen Eppelborn, dorthin gibt es seit drei Jahrzehnten eine Städtepartnerschaft, und viele Finsterwalder feierten am Wochenende, auch wenn der Temperaturregler der Sonne viel zu hoch gedreht war.

Das Sängerfest Ende August kann kommen. Besonders am späten Abend zeigten viele Besucher, dass sie feierbereit sind. Das Stadtfest begann mit einer Festveranstaltung am Freitagabend. Dann startete auf dem Markt der zweite große Biermarkt. Zwölf Anbieter und Kleinbrauereien hatte Organisator Dietmar Heine nach Finsterwalder gelockt sowie Gastwirt Klaus-Dieter Umlauf die Finsterwalder „Oldtime-Rock-Gang“ und die „Echt stark“-Party-Band aus Bayern auf die Bühne gelockt. „Hier bebt die Bude“, gab er das Motto für beide Festabende aus. Die Gäste hielten sich daran.

Die paar Tropfen: Karin Pursch, Vorsitzende des Partnerschaftsvereins, und Eppelborner Gäste haben auch im Regen ihren Spaß.
Die paar Tropfen: Karin Pursch, Vorsitzende des Partnerschaftsvereins, und Eppelborner Gäste haben auch im Regen ihren Spaß. FOTO: Jürgen Weser

Wirtschaftsförderer Torsten Drescher hatte zwar Mühe, das Freibierfass mit dem von Braumeister Markus Klosterhoff gebrauten Festbier zum Sprudeln zu bringen. Sogar der Schlegel ging kaputt. Doch dann lief das süffige Getränk in Strömen. Kaum erwarten konnten es 15 „Freiburger Bierfreunde“ um ihren Vorsitzenden Gernot Geike und Peter Seifert, denen das frische Sommerbier kalt gehopft und mit Grapefruit-Anklang vom Finsterwalder Brauhaus ebenso gut schmeckte wie sie die Brauhausführung toll fanden.

Überhaupt zeichneten - neben den großen Ereignissen wie die für Finsterwalde gelungene Einbindung des Celtic-Musik-Festivals und die Schlagernächte auf dem Markt - die vielen besonderen Erlebnisse das Stadtfest aus. „Ein Wahnsinns-Ensemble“, war Eppelborns Bürgermeisterin Birgit Müller-Closset am Sonnabendvormittag bei der offiziellen Stadtfesteröffnung im Schlosspark über den fulminanten Auftritt des Musikschul-Percussions-Ensembles von Lars Weber begeistert.

Edith und Klaus Spaniol sowie Hedi und Gaston Pierrot bestritten voller Freude ihre Freundschaftsspiele mit den Finsterwalder Tennisfreunden Susanne Dobs, Corinna Neuendorf, Danny Laider und Torsten Varga. Für das Ehepaar Recktenwald aus Eppelborn waren Karin und Werner Kunze aus Schönborn beste Gastgeber, sie sind durch ihre Tanzsportclubs Freunde geworden.

Start zur Cruiser-Ausfahrt beim Stadtfest in Finsterwalde. René Kunze aus Dresden führt das Feld der Pedalritter an.
Start zur Cruiser-Ausfahrt beim Stadtfest in Finsterwalde. René Kunze aus Dresden führt das Feld der Pedalritter an. FOTO: Jürgen Weser

Die große Stadtparkwiese verwandelte der Tullilo-Verein um Ulrike Krause und Linda Richter in eine begeistert angenommene Spieloase für die Jüngsten mit Eltern-Kind-Café für Neugeborene. Etwa vierzig Cruiser starteten mit abenteuerlich anmutenden Fahrrädern zu der 45 Kilometer langen Ausfahrt über Frankena, Bad Erna und Pechhütte bis zu dem Besucherbergwerk F 60. Gleich mit 20 Cruisern waren die „Golden Riders Dresden“ gekommen. „Weil Finsterwalde und die Sparkasse Elbe-Elster für uns tolle Gastgeber sind“, schwärmte René Kunze.

Einen besonderen musikalischen Höhepunkt gab es am Sonnabendnachmittag im Schlosspark mit dem Musikverein „Harmonie“ Wiesbaden, einem Ortsteil von Eppelborn. Vierzig überwiegend junge Musiker begeisterten mit ihrem Programm von „Tabaluga“ bis zur saarländischen Hymne und der Power-Rock-Stimme von Frontfrau Louisa Damer. Das Problem: Wegen knalliger Hitze und Gewitterguss im ungeschützten Raum war die Zuschauerzahl bescheiden geblieben. Den Musikern um Carlo Welker verdarb das nicht den Spaß. „Es ist trotzdem toll hier“, schwärmte er von dem großen Fest. Eine Wiederholung auf der großen Marktbühne beim Sängerfest wünschten sich jedenfalls die Zuhörer.

Beim Stadtfest wird nicht nur an die Großen gedacht. Der Verein Tullilo hat den Stadtpark in ein Kinderparadies verwandelt.
Beim Stadtfest wird nicht nur an die Großen gedacht. Der Verein Tullilo hat den Stadtpark in ein Kinderparadies verwandelt. FOTO: Jürgen Weser