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Stadt sollte weiter jährlich feiern

Doberlug-Kirchhain. Das Frühlingsfest 2017 liegt erst wenige Wochen zurück, da wird von den Abgeordneten bereits kräftig zum Frühlingsfest 2018 diskutiert. Auch wenn es komisch klingt, die Zeit drängt. Heike Lehmann

Denn die bisherigen Betreiber haben ihren Vertrag mit der Stadt gekündigt. So wie gehabt, rechne es sich nicht für einen Veranstalter. Das diesjährige Fest war ihr letztes - es lief schon mit Projektförderung aus der Stadtkasse.

Wollen die Abgeordneten ihrer Strategie treu bleiben und die Festorganisation in fremde Hände geben, dann muss jetzt mit einer Ausschreibung nach einem neuen Betreiber gesucht werden. In diesem Zuge ist es angebracht, Zeit, Ort und Format des Doberlug-Kirchhainer Stadtfestes zu hinterfragen. Der Ausschuss für Stadtentwicklung, Bildung, Soziales und Tourismus hat in dieser Woche darüber diskutiert.

Bisher wurde immer am zweiten Mai-Wochenende abwechselnd in den beiden Stadtteilen Doberlug und Kirchhain gefeiert. Ein Zwei-Jahres-Rhythmus wurde von Bürgermeister Bodo Broszinski (FDP), Uwe Roland (CDU) und Wolfgang Becker abgelehnt. "Frühling ist nunmal jedes Jahr", wurde begründet. Und beliebte Höhepunkte wie das Seniorencafé werden von den Einwohnern einfach erwartet.

Auseinander gingen die Meinungen beim Standort. Wäre es angebracht, weil im Doberluger Schloss areal der Weihnachtsmarkt stattfindet, das Frühlingsfest immer in Kirchhain zu veranstalten? Dafür spräche, dass das Frühlingsfest aus Veranstaltersicht in Kirchhain besser läuft als in Doberlug. Der Weihnachtsmarkt wechselte früher auch zwischen den Stadtteilen und wird im Schloss bestens angenommen. Andererseits wurde das Schlossareal mit Festwiese und Refektorium als Schlechtwettervariante statt Festzelt ins Gespräch gebracht.

Die Diskussion um den Ausschreibungsinhalt wurde in die Fraktionen verwiesen. Überlegt werden muss auch, was passieren soll, wenn sich kein Betreiber findet.