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| 18:08 Uhr

Die längste Zeit gewartet
Zieleinlauf für Sportanlage

Schnipp, Schnapp und Sport frei: Sonnewaldes Bürgermeister Werner Busse ließ es sich nicht nehmen, die neue Außenanlage gemeinsam mit den Schülern der Grundschule einzuweihen.
Schnipp, Schnapp und Sport frei: Sonnewaldes Bürgermeister Werner Busse ließ es sich nicht nehmen, die neue Außenanlage gemeinsam mit den Schülern der Grundschule einzuweihen. FOTO: LR / Josephine Japke
Sonnewalde. Das neue Gelände an der Grundschule in Sonnewalde ist nach vier Monaten Bauzeit fertig. Von Josephine Japke

„Sport frei!“ heißt es seit Donnerstag auf der neuen Außenanlage neben der Grundschule in Sonnewalde. Wie gut die neue 60-Meter-Laufbahn und das Spielfeld mit Fußballtoren und Basketballkörben wirklich sind, testeten die 181 Schüler direkt aus. Das Fazit: Toben in der Hofpause ist jetzt kein Problem mehr.

„Was lange währt, wird endlich gut“, fasste Bürgermeister Werner Busse gleich zu Beginn der feierlichen Eröffnung die Fertigstellung des ersten von drei Bauabschnitten zusammen. Noch aus der DDR-Zeit stammten die alten Anlagen, die Lehrern und Schülern seit Jahren Kopfzerbrechen bereiteten. „Das war kein Zustand mehr. Die Weitsprunganlage war eine Katastrophe, auf der Rennbahn sah man keine Markierungen mehr und die Zäune waren marode“, erklärt die stellvertretende Schulleiterin Sybille Haubitz.

Umso mehr freuen sich Lehrer und Schüler nun auf die neue Anlage, deren Bau nur etwa vier Monate dauerte. Im Februar kam der Zuwendungsbescheid, im Juli begannen die Bauarbeiten. Jetzt sind Tartan-Bahn, Spielfeld, Weitsprung- und Kugelstoßanlage fertig. Insgesamt belaufen sich die Kosten für den ersten Bauabschnitt auf 170 000 Euro. 112 000 Euro davon stammen aus ELER-Mitteln im Rahmen des Entwicklungsprogramms für den ländlichen Raum in Brandenburg und Berlin. Weitere 13 000 Euro wurden in die neue Zaunanlage investiert.

Der Folgeantrag für den zweiten Bauabschnitt wurde ebenfalls schon auf den Weg gebracht, bestätigt Bürgermeister Werner Busse. „Dann sollen die Parkflächen im vorderen Bereich befestigt und das Beachvolleyballfeld saniert werden“, zählt er auf. Hinzu kommen Sitzgelegenheiten, Sonnenschutz und ein Niedrigseilgarten im Hortbereich. Wenn alles fertig ist, haben die 181 Kinder, die gemeinsam zur Pause gehen, endlich wieder genug Platz zum Spielen. „Das entschärft die Pausengestaltung ungemein, denn unser Innenhof ist zu klein und der Lärmpegel zu hoch, wenn alle auf einmal darauf toben“, erklärt Sybille Haubitz.

Die Bläserklasse der Grundschule Sonnewalde stellte ein kleines Programm auf die Beine, um die neue Sportanlage gebührend einzuweihen.
Die Bläserklasse der Grundschule Sonnewalde stellte ein kleines Programm auf die Beine, um die neue Sportanlage gebührend einzuweihen. FOTO: LR / Josephine Japke

Doch nicht nur die Grundschule soll etwas von der neuen Sportanlage haben. „Er kann ein Treffpunkt für die ganze Region werden. Alle Kinder der Stadt können hier spielen und die Anlagen auch nach der Schule nutzen“, sagt die stellvertretende Schulleiterin. Wichtig sei dabei nur, dass alle Nutzer pfleglich mich der Anlage umgehen und sie in gutem Zustand erhalten. Doch das sei wohl selbstverständlich.

FOTO: LR / Josephine Japke

Stünde ein riesiger Topf voll Geld zur Verfügung, wüssten Lehrkräfte und Schulleitung genau, was sie damit anfangen würden. Ganz oben auf der Wunschliste steht beispielsweise die Erneuerung der Aula mit einem ordentlichen Lärmschutz und einer Verdunklungsanlage, um das musikalisch-sportliche Profil der Schule weiter zu unterstützen.

Ebenfalls wichtig wären Gelder, um das neue Ganztagsangebot der Schule im kommenden Schuljahr auf die Beine zu stellen. Die Konzepterarbeitung dafür ist im vollen Gange, im Dezember müssen die Anträge vorliegen. „Die Zusammenarbeit mit dem Schulträger ist super, weil eruns nach allen Kräften bei der Beschaffung von Fördergeldern unterstützt. Auch der Förderverein der Schule hilft uns immer wieder weiter“, erklärt Sybille Haubitz. Alle anstehenden Projekte können eben nur nach und nach angegangen werden. Immer dann, wenn Geld da ist.

Die Zahl von etwa 180 Schülern an der Grundschule Sonnewalde ist seit einigen Jahren halbwegs konstant und wird es wohl auch in den nächsten Jahren bleiben. „Aktuell haben wir ein riesiges Einzugsgebiet von etwa 30 Dörfern im Umkreis. Die meisten Schüler kommen natürlich aus Sonnewalde“, erklärt die stellvertretende Schulleiterin.