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Handball
Massener Frauen im Pokalfinale

HVB-Pokal (F) Viertelfinale. Deutlicher Erfolg für den TSV in eigener Halle gegen die Gäste vom HSC Frankfurt (Oder).

TSV Germania Massen – HSC 2000 Frankfurt/O 37:22 (17:9) Es war ein Spiel, vergleichbar mit dem Besuch bei der (ungeliebten) Schwiegermutter. Niemand hat so wirklich Lust drauf, es muss aber sein und man möchte sich mögichst hübsch präsentieren. Die Bürde des Gewinnen-Müssens lag von Anfang an bei den Hausherrinnen, die damit aber gut zurecht kamen und einen 3:0-Blitzstart hinlegten. Mit diesem Polster im Rücken ließ es sich befreit aufspielen, eine gut aufgelegte Mareike Gütte im Tor hielt, was sie halten musste (und sogar noch etwas mehr) und so prangte nach 15 Minuten bereits ein 11:2 auf der Anzeigetafel. Selbst drei Frankfurter Tore in Folge brachten die TSV-Frauen nicht in Bedrängnis, aus einer sicheren Abwehr heraus fanden sie schnell wieder zur Souveränität der Anfangsminuten zurück und erhöhten bis zum Halbzeitpfiff auf 17:9.

Die zweite Halbzeit begann, wie die erste endete. Massen kombinierte und konterte fast nach Belieben, die Gäste wehrten sich tapfer, fanden aber kaum das richtige Mittel, um sich nochmals in Schlagdistanz zu bringen. Als sich dann noch eine Spielerin verletzte, hieß es auch noch, gute 25 Minuten Überzahlspiel für den TSV, weil die Gäste nur mit sieben Spielerinnen angereist waren. Vor allem Betty Walter konnte sich in dieser Spielphase ein ums andere Mal von der Rechtsaußenposition (!) durchsetzen und erzielte binnen kurzer Zeit sechs Tore. Erfreulich war auch die Unterstützung aus den Reihen der A-Jugend durch Kira Jäschke und Johanna Wegert, die nicht nur in der Abwehr souverän agierten, sondern auch mit ihren Toren zum Erfolg beitrugen. Letztendlich stand ein nie gefährdeter 37:22-Erfolg für die Hausherrinnen zu Buche, der den TSV-Frauen nach 2013 den zweiten Einzug ins Final-Four um den Landespokal beschert, aber vor allem Selbstvertrauen für das kommende Heimspiel gegen Teltow/Ruhlsdorf geben sollte.
Germania Massen: Kristin Toschka (T), Mareike Gütte (T), Frances Preuß (1), Betty Walter (6), Lisa Walter (4), Maria Starý (9), Lina Manigk (2), Nancy Preuß (1), Nancy Burghardt (7), Kira Jäschke (3), Johanna Wegert (4)