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| 16:56 Uhr

Triathlon
Franz Löschke siegt bei Triathlon in Texas

Ein mutiges Unterfangen: Franz Löschke gewinnt zum Saisonausklang noch einen Triathlon-Wettbewerb.
Ein mutiges Unterfangen: Franz Löschke gewinnt zum Saisonausklang noch einen Triathlon-Wettbewerb. FOTO: Marlies Homagk / Homagk Christian
Finsterwalde. Gelungener Saisonabschluss für Sportler aus Finsterwalde. Nach zweiwöchiger Pause beginnt die Vorbereitung für 2018. Von Christian Homagk

Es war ein mutiges Unterfangen, das Triathlet Franz Löschke zu seinem Saison-Ende anging. Aber Mut zum Risiko und Steigerung des Selbstvertrauens gehören für ihn zu den Herausforderungen, die auch wertvolle Wirkungen hinterlassen. So ließ er sich auf zwei dicht beieinander liegende Starts auf den Mitteldistanzen (1,9 km Schwimmen-90 km Rad-21 km Lauf) in den USA ein.

Während er bei dem Rennen in Miami als Zweiter des Elitefeldes über die Ziellinie kam, gelang ihm eine Woche später in Austin in Texas ein Siegesrennen. Früh um 7.30 Uhr war bereits der Schwimmstart. Um diese Zeit herrschte eine Außentemperatur von nur fünf Grad. Über dem Wasser lag eine dicke Nebelschicht, die allen Teilnehmern die Orientierung grenzwertig erschwerte. Franz Löschke kam als Dritter aus dem Wasser, hielt sich auf der Radstrecke in der Spitzengruppe, wohlwissend, dass er sich den vor ihm fahrenden Athleten läuferisch noch nähern kann. Als es dann nach den 90 Rad-km endlich auf die Laufstrecke ging, war seine Motivation zu 100 Prozent auf die Überhol­spur ausgerichtet. Das gelang ihm auf den 21 km von Runde zu Runde besser und besser. Die ersten 10 km lief er unter 33:27 min, die restlichen 11 km in ca. 36:30 min – welch ein krönender Abschluss eines Sportjahres, das voller Höhen und Tiefen war!

Nun geht er wohlverdient, aber auch voller Zuversicht, in eine zweiwöchige Saisonpause. Die Vorbereitung für 2018 beginnt danach mit einem Trainingslager im spanischen Girona und der engen Zusammenarbeit mit seinem neuen Trainer Philipp Seipp, der mit klugem Blick erkannte, dass Franz Löschke Reserven hat, die die Bundestrainer übersehen haben, als sie entschieden, ihn nicht im Bundeskader zu belassen. Der Finsterwalder hat mit den diesjährigen internationalen Leistungen bewiesen, dass der eiserne Wille gepaart mit einer gesunden Portion Selbstbewusstsein auch eigene Wege an die Spitze zulässt.