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| 13:42 Uhr

Aufklärung in der Schule
Spannende Reise in den eigenen Körper in Doberlug-Kirchhain

Schnell waren die Schüler voll dabei, konnten auf den überdimensional genähten weiblichen Geschlechtsorganen die Reise in den Körper antreten.
Schnell waren die Schüler voll dabei, konnten auf den überdimensional genähten weiblichen Geschlechtsorganen die Reise in den Körper antreten. FOTO: Ivonne Kommolk
Doberlug-Kirchhain. Eltern erkennen die Pubertät daran, dass die lieben Kleinen plötzlich zickig werden, Stimmungsschwankungen haben, die von himmelhochjauchzend bis zu Tode betrübt gehen. An der Berg-Grundschule in Doberlug-Kirchhain nimmt man sich dieser Situation an. Von Ivonne Kommolk

Irgendwann ist es soweit, dann werden aus Kindern Jugendliche. Fachmännisch nennt man es Pubertät. Eltern merken es daran, dass die lieben Kleinen plötzlich zickig werden, dass sie öfter ihr eigenes Ding machen, Stimmungsschwankungen haben, die von himmelhochjauchzend bis zu Tode betrübt gehen, Kuscheltiere im Bett ausgetauscht werden gegen Poster an der Wand von den „coolen Typen“, auf die man grad so steht. An der Berg-Grundschule in Doberlug-Kirchhain nimmt man sich dieser Situation an. Finanziert aus dem Fördermitteltopf des Landkreises Elbe-Elster und organisiert von Dana Kühne, der Schulsozialarbeiterin, kommen seit einigen Jahren Ulrike Hirsch und Mike Werner, zwei Referenten aus Sachsen vom MFM Deutschland e.V., in die Schule, um mit den Jungen und Mädchen der fünften Klassen einen Workshop zu veranstalten. Auch in diesem Jahr wurden sie von den Kindern freudig und gleichzeitig skeptisch erwartet.

Nach Geschlechtern getrennt erfuhren die Kinder, was sich in ihren Körpern abspielt, was den Körper einer Frau oder eines Mannes ausmacht, wie ein Kind entsteht, was es mit der Monatshygiene auf sich hat. Die Referenten gehen dabei sehr behutsam vor, nehmen Rücksicht auf Schamgefühl oder religiöse Hintergründe. Auch diesmal gelang es den beiden Referenten, den sehr aufgeregten Kindern in kürzester Zeit die Angst zu nehmen. Schnell waren sie voll dabei, konnten auf den überdimensional genähten weiblichen Geschlechtsorganen die Reise in den Körper antreten und in die Rolle der Hormone schlüpfen. Als Detektivinnen knackten sie den weiblichen Geheimcode in der „Zyklusshow“. Auch die Jungs wurden Geheimagenten und begaben sich in die Rolle der Spermien im Jungenworkshop „Agenten auf dem Weg“.

Die Kinder waren von dem Tag begeistert. Ob sie den Eltern davon erzählt haben, bleibt fraglich. Wichtig ist am Ende nur, zu wissen, dass das, was mit ihren Körpern geschieht, normal, gesund und richtig ist.