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| 16:17 Uhr

Kommunalwahl 2019
Sonnewalde: SVV-Kandidaten stellen sich vor

FOTO: LR / Janetzko, Katrin
Sonnewalde. Jugendliche, Abwasserm Sonnewalder Schloss – Die Kandidaten zur Stadtverordnetenwahl Sonnewalde brennen für verschiedene Themen. Von Stephan Meyer

21 Kandidaten bewerben sich in Sonnewalde für einen Sitz in der Stadtverordnetenversammlung (SVV). Die Bürgerinitiative Abwasser gab ihnen zu Beginn der Woche bei einer Versammlung im Gasthof Lindenkrug im Ortsteil Großbahren die Gelegenheit, sich vorzustellen. Zwölf Bewerber nahmen die Chance wahr.

Wahlliste CDU

Rechtspfleger Rico Schulze tritt bereits zum zweiten Mal zur Wahl an. Er hat sich auf die Fahne geschrieben, den Zusammenhalt zwischen der Stadt und den Dörfern zu stärken. Dabei zielt er vor allem auf das Ehrenamt ab. Was die Abwasser-Debatte anbelangt, diese möchte er in der nächsten Legislaturperiode aus der SVV herausbekommen und wünscht sich, dass endlich etwas „finanziell nachhaltig relevantes“ beschlossen wird.

Der parteilose Bernd Lehmann tritt ebenfalls zum zweiten Mal an. Stärkere überregionale Zusammenarbeit ist die Vision des Elektromeisters. Alleine werde Sonnewalde nicht überleben, sagt er. Er bemängelt auch die hohe Zahl an Angestellten in der Verwaltung. Im Sonnewalder Schloss würde er in Zukunft gerne die Stadtverwaltung sehen. Das sei die einzige Möglichkeit, das Schloss zu halten.

Alexander Fröschke möchte die Interessen der Bürger mehr in den Vordergrund rücken. In der Abwasserdebatte fordert er einen bezahlbaren Abwasserpreis. Wenn „alle an einem Strick ziehen“ sei das durchsetzbar. Eine genaue Vorstellung, wie genau das zu erreichen ist, habe er noch nicht, gab er zu.

Die Linke

Monika Goetzke ist bereits seit fünf Jahren Stadtverordnete. Für das Sonnewalder Schloss wünscht sie sich ein touristisches Nutzungskonzept. Auch die Einwohner der Stadt sollen das Schloss für Veranstaltungen nutzen können. Des Weiteren möchte sie sich für ein Kinder- und Jugendparlament stark machen.

AfD-Liste

Diplom-Ingenieur und Rentner Hans-Georg Brunk möchte „auf seine alten Tage die Stadtverordneten unterstützen“. Er brenne auch für die Abwasserdebatte, habe selber bereits geklagt und auch vor Gericht schon Erfolge erzielt. Brunk möchte sich besonders für die Traditionspflege engagieren.

Elektrotechniker Ralf Bietzig tritt bereits zum zweiten Mal für eine Wahl an. Er setzt in der Stadtverordnetenversammlung auf die Zusammenarbeit mit Bürgerinitiativen. Bietzig spricht sich gegen „Seilschaften“ in der Stadtverordnetenversammlung aus.

Dirk Lutz ist bereits vor fünf Jahren als Einzelkandidat in die SVV gezogen. Damals war Politik für ihn noch „Neuland“, wie er sagt. Heute hält er es für wichtiger denn je, sich politisch zu engagieren. Er möchte unter anderem in der Abwasserdebatte weiter mit der Bürgerinitiative Abwasser zusammenarbeiten.

UWSU – Unabhängige Wählergemeinschaft Sonnewalde/Umland

Die 26-jährige Franziska Deißing möchte die Jugend in der Region halten. Dabei komme der Vereinsarbeit eine wichtige Funktion zu.

Camillo Teichmann konnte bereits politische Erfahrungen im Ortsbeirat sammeln. Er setzt vor allem auf Transparenz. Den Wechsel Sonnewaldes vom Wasser- und Abwasserverband Westniederlausitz (WAV) zum Wasserverband Lausitz (WAL) möchte er „zügig über die Bühne kriegen“.

Landwirt Dirk Schadock ist bereits seit zwei Legislaturperioden in der SVV. Er möchte weiter daran arbeiten, die Jugend vor Ort zu halten und die Region attraktiver zu machen. In der Abwasserdebatte sei man auf einem guten Weg. Dennoch sagt er: „Es wird schwierig, aus dem WAV herauszukommen.“

Seit 22 Jahren ist Axel Große in der Stadtverordnetenversammlung. Er spricht sich gegen eine Angliederung Sonnewaldes an die Stadt Finsterwalde aus. In der Abwasserdebatte macht auch er sich für einen Wechsel zum Wasserverband Lausitz stark.

Einzelwahlvorschläge

Ein Politik­neuling ist Danny Rose. Ein Unbekannter ist er dennoch nicht. Seit mehreren Jahren ist er im Sportverein, im Karnevalsverein und bei der freiwilligen Feuerwehr aktiv. Seine Motivation sich zur Wahl zu stellen: „Ich möchte gerne mitmachen, anstatt nur rumzumeckern.“ Er legt Wert auf Transparenz und will sich ebenfalls für den Erhalt der Jugend in der Region engagieren.