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| 01:36 Uhr

Sonnewalder Bürgermeisterin tritt nach acht Jahren nicht noch einmal an

Silke Neisser, Bürgermeisterin in Sonnewalde Foto: Heike Lehmann
Silke Neisser, Bürgermeisterin in Sonnewalde Foto: Heike Lehmann FOTO: Heike Lehmann
Sonnewalde. Am Donnerstag, 12 Uhr, endete die Bewerbungsfrist für die Bürgermeisterwahl in Sonnewalde am 11. September. Es gibt drei Bewerber: Klaus Töpfer (für die SPD), Werner Busse (CDU) und Judith Bönisch (für die Wählergemeinschaft LUN). Amtsinhaberin Silke Neisser (parteilos) tritt nicht wieder an.


Weshalb wollen Sie in Sonnewalde nicht weiter Bürgermeisterin sein?

Ich bin jetzt 47 und habe über meine Zukunft nachgedacht. Es ist Zeit für eine neue berufliche Herausforderung, die mich fordert.

Gibt es einen konkreten Anlass?

Es waren die Proteste um das Wasser. Es gab persönliche Anfeindungen und Bedrohungen. Dabei sitzen in der Bürgerinitiative heute Leute in der ersten Reihe, die den Sonnewalder Verband mit gegründet und die Beschlüsse gefasst haben. Auch die Fusion mit dem Doberlug-Kirchhainer Verband haben die Stadtverordneten mit nur einer Gegenstimme beschlossen. Das Ziel - ein Verband und eine Gebühr - sollte weiterverfolgt werden.

Wann haben Sie sich entschieden?

Im ersten Quartal des Jahres.

Gab es keine Fürsprecher?

Doch, etliche. Selbst am Donnerstagvormittag noch.

Was wollen Sie künftig machen?

Das zu sagen, ist noch zu früh.

Wann endet Ihre Amtszeit?

Am 16. Dezember - nach 26 Dienstjahren. Ich war beim Rat des Kreises, ab 1990 hauptamtliche Bürgermeisterin in Kleinkrausnik, dann Kämmerin und Amtsdirektorin beim Amt Sonnewalde. Nach der Gemeindegebietsreform 2003 wurde ich als Bürgermeisterin gewählt. Nach acht Jahren hinterlasse ich eine intakte, schlanke, junge Verwaltung. Den Kandidaten wünsche ich einen fairen Wahlkampf.

Mit Silke Neisser sprach

Heike Lehmann.