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| 17:33 Uhr

Vor dem Baustart am 25. März
Sonnewalde wird zum Nadelöhr

 In diesem Jahr wird die Ortsdurchfahrt B96 in Sonnewalde auch im Marktbereich erneuert.
In diesem Jahr wird die Ortsdurchfahrt B96 in Sonnewalde auch im Marktbereich erneuert. FOTO: Heike Lehmann
Sonnewalde. Der Landesbetrieb Straßenwesen erneuert in diesem Jahr die Ortsdurchfahrt B 96 im Marktbereich. Einwohner befürchten Probleme bei der innerörtlichen Umleitung über die Schulstraße. Von Heike Lehmann

Im November war der weitere Ausbau der Ortsdurchfahrt B 96 noch mit einem kleinen Fragezeichen versehen, weil man nicht wusste, ob man eine Baufirma finden würde. Jetzt sind es nur noch wenige Tage bis zum Baustart. In Angriff genommen wird der 3. Bauabschnitt, zu dem auch der Marktbereich und damit der sensible denkmalgeschützte Bereich gehört. Anke Schlosser, Sachgebietsleiterin Bauvorbereitung/Bauüberwachung beim Landesbetrieb Straßenwesen, stimmte am Mittwochabend zahlreich erschienene Einwohner auf die bevorstehenden Bauarbeiten am Herzstück der Ortsdurchfahrt ein. Am 26. Februar habe man der Firma Matthäi Freienhufen den Zuschlag erteilt. Die Baukosten werden insgesamt 1,63 Millionen Euro umfassen.

Heiner Stephan, Niederlassungsleiter der Voigt Ingenieure GmbH Cottbus, stellte den Anwesenden die Planung für den 3. Bauabschnitt zur grundhaften Erneuerung der Ortsdurchfahrt einschließlich der Nebenanlagen vor. Gebaut wird eine vergleichsweise kurze Strecke von etwa 450 Metern Länge, die es aber in sich hat. Nach dem ersten Bauabschnitt im Jahr 2012 und dem zweiten im Jahr 2014 wird nun ab der Kreuzung Kirchhainer Straße bis an den Knotenpunkt Zeckeriner Straße gebaut. Vorhabenträger für den Straßenbau ist der Landesbetrieb Straßenwesen. Die Kosten tragen das Land und die Stadt, wobei nach aktueller Gesetzeslage für Gehwege auch die Anlieger anteilig mit im Boot sind. Die Erneuerung von Schmutz- und Trinkwasseranlagen erfolgt in Regie vom Wasserverband Westniederlausitz, „wobei sich WAV und Landesbetrieb die Kosten fifty-fifty teilen“, wie es hieß. Komplett erneuert wird der Regenwasserkanal mit Ableitung in den Schlossgraben.

Die neue Fahrbahn wird 6,50 Meter breit und bekommt eine Asphaltdecke. Gearbeitet wird schwingungsarm, das war Teil der Ausschreibung.

Matthäi-Freienhufen-Geschäftsführer Michael Gollee präsentierte seinen ambitionierten Bauzeitenablaufplan. „Wir beginnen am 25. März in der Schloßstraße mit dem Regenwasserkanalauslauf. Das wird bis etwa Ende April dauern. Solange ist die B 96 noch offen“, sagte er. Ab dem zweiten Teilabschnitt von der Kirche bis zur Zeckeriner Straße wird dann unter Vollsperrung gearbeitet. Bis Mitte August will Gollee dort alles erledigt haben. Dann folgt Teilabschnitt 3 von der Kirchhainer Straße bis zur Kirche. Hier hofft man auf Abschluss bis Mitte Oktober. Dann könnte sich die Deckenerneuerung für die Schulstraße anschließen. Die ist Teil des Projekts, weil sie – von den Einwohnern nicht ganz unumstritten – als innerörtliche Umfahrung ausgewiesen wird. Große Unbekannte sind im Zeitenplan freilich die archäologischen Begleitarbeiten.