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| 02:36 Uhr

Sonnewalde sucht beim Abwasser nach Kompromissen

Stadtverordneter Bernd Lehmann: Neues Konzept muss von allen getragen werden.
Stadtverordneter Bernd Lehmann: Neues Konzept muss von allen getragen werden. FOTO: Babbe
Sonnewalde. In der verfahrenen Abwassersituation in Sonnewalde bemühen sich alle Beteiligten um einen tragfähigen Kompromiss. So akzeptiert die Stadt, dass ein Austritt aus dem Wasser- und Abwasserverband Westniederlausitz, wie von ihr beschlossen, derzeit nicht möglich ist und damit dauerhaft ein eigenständiges Entsorgungs-, Beitrags- und Gebührengebiet im Bereich Sonnewalde erhalten bleibt. -db-

Die Stadt besteht aber weiter darauf, die Abwässer nicht nach Lindena leiten zu müssen und das Klärwerk in Münchhausen zu erhalten. "Alle Beteiligten sind sich einig, dass der Verband umgehend ein unabhängiges Ingenieurbüro zur Erstellung eines Abwasserbeseitigungskonzeptes für das Entsorgungsgebiet Sonnewalde beauftragt", teilt Bernd Lehmann am Montag mit. Der Stadtverordnete ist Vorsitzender des Ausschusses Abwasser in der Stadtverordnetenversammlung, der sich seit Langem um bezahlbare Zukunftslösungen für die Abwasserentsorgung in der Stadt und ihren Ortsteilen bemüht.

Um die anstehenden Probleme sachlich zu klären, sei vereinbart, so Lehmann weiter, dass der Landrat einen Moderator vorschlägt. "Die Stadt erarbeitet einen groben Maßnahmenkatalog zur unverzüglichen Erarbeitung bzw. Umsetzung eines Abwasserbeseitigungskonzeptes für das Entsorgungsgebiet Sonnewalde", kündigt Lehmann an.

Zur Verbandsversammlung werde Sonnewalde den Antrag einbringen, alle Planungsleistungen und Investitionen im Entsorgungsgebiet Sonnewalde, mit Ausnahme von wasserrechtlich vorgeschriebenen Maßnahmen, bis zur Fertigstellung des neuen Abwasserbeseitigungskonzeptes zu stoppen. "Die politischen Vertreter der Stadt bringen Beschlussvorlagen in die nächstmögliche Verbandversammlung ein, die beinhalten, dass bei Entscheidungen, die ausschließlich das Entsorgungsgebiet Sonnewalde betreffen, nur die Vertreter dieses Gebietes stimmberechtigt sind", teilt Bernd Lehmann mit.

Lehmann sichert zu, dass künftig auch Vertreter der Bürgerinitiative und die Ortsbeiräte in weitere Gesprächsrunden mit einbezogen werden, "wobei sich die Stadtverordneten von unsachlichen öffentlichen Äußerungen distanzieren", die es in jüngster Zeit gegeben habe, erklärt der Ausschussvorsitzende.

"Das neue Abwasserbeseitigungskonzept muss von allen Beteiligten getragen werden", erklärt Lehmann. Und er kündigt an: "Allen Beteiligten muss bewusst sein, dass aufgrund der Struktur des Entsorgungsgebietes Sonnewalde höhere Abwassergebühren als bei einem einheitlichen Entsorgungsgebiet entstehen können."