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| 17:54 Uhr

Sonnewalde soll knappe Million Euro an Verband zahlen

Sonnewalde. Abwasseranschlussbescheide in Höhe von 4000 bis zu 174 000 Euro habe der Wasser- und Abwasserverband Westniederlausitz (WAV) an die Sonnewalder verschickt, teilt die Bürgerinitiative Abwasser mit. Sie hat den Grundstücksbesitzern empfohlen, Widerspruch gegen diese Bescheide einzulegen. -db-

"Diesen Bescheiden fehlt jede rechtliche Grundlage", behauptet erneut Axel Eckert, Sprecher der Bürgerinitiative.

In einer Veranstaltung am morgigen Dienstag um 17 und 19 Uhr in der Gaststätte Strauch in Schönewalde wollen die Bürgerinitiative und der Verband Deutscher Grundstücksnutzer über die nächsten Schritte zur Bildung einer Prozessgemeinschaft informieren. Am Mittwoch tagt die Sonnewalder Stadtverordnetenversammlung um 19 Uhr in der Aula der Grundschule in einer Sondersitzung. "Hier wollen wir unseren bereits im vorigen Jahr beschlossenen Austritt aus dem Verband bekräftigen. Wir erwarten von der Kommunalaufsicht rechtsmittelfähige Aussagen, gegen die wir als Stadt im Falle der Ablehnung eines Austritts klagen können - damit der Weg frei ist, um in und für Sonnewalde ein neues Abwasserkonzept mit dezentralen Lösungen entwickeln zu können", erklärt der Abgeordnete Bernd Lehmann. Außerdem wollen die Stadtverordneten beraten, wie die Stadt mit den fast 200 Bescheiden für ihre eigenen Liegenschaften in den 17 Ortsteilen umgeht, die sie vom Verband bekommen hat. Darin wird die Stadt aufgefordert, knapp eine Million Euro zu zahlen.

Rundfunk und Fernsehen des RBB hatten in der vorigen Woche über die Abwassermisere in Sonnewalde, wo schon jetzt die höchsten Abwasserkosten in ganz Deutschland zu bezahlen sind, in Reportagen berichtet. Betroffene Bürger schilderten ihre Situation, junge Leute kündigten an, wegen der für sie nicht bezahlbaren Kosten die Stadt verlassen zu wollen. Vor Kamera, Mikrofon und am Telefon erklärten WAV-Verbandsvorsteher und Kommunalaufsicht, dass die Abwasserbescheide rechtens seien.