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| 18:15 Uhr

Frohsinn beim Straßenkarneval
Sonnewalde lechzt nach der 5. Jahreszeit

 Die Akteure vom Mass’ner Karneval sind Stammgäste beim Karnevalsumzug in Sonnewalde. Auch diesmal verbreiteten sie wieder ordentlich Stimmung.
Die Akteure vom Mass’ner Karneval sind Stammgäste beim Karnevalsumzug in Sonnewalde. Auch diesmal verbreiteten sie wieder ordentlich Stimmung. FOTO: Ivonne Kommolk
Sonnewalde. Weil der 11.11. wegen Bauarbeiten im Kulturhaus ausfallen musste, war der Karnevalsumzug der eigentliche Startschuss. Von Ivonne Kommolk

Endlich heißt es wieder „Sonnewalde Gelle“. Nachdem der Karnevalsauftakt am 11.11. im vergangenen Jahr wegen Bauarbeiten im Kulturhaus nicht stattfinden konnte, sind nun alle besonders fröhlich und aufgeregt, die fünfte Jahreszeit zu feiern. Zum Auftakt startete der Reiter-Carnevals-Club Sonnewalde e.V. am Sonntag mit seinem beliebten Umzug durch die Heimatstadt, den sich, auch Dank des herrlichen Sonnenscheins, etwa doppelt so viele Leute wie sonst ansahen. Thematisch ist die Sonne in diesem Jahr in Sonnewalde allerdings weniger präsent. Das Motto lauert eher im Dunkeln – es wird zu „Nachts im Museum!“ eingeladen.

Karnevalsumzug beim RCC Sonnewalde FOTO: Ivonne Kommolk

Für die Kinder entlang der Strecke von der Tankstelle durch die Stadt bis hin zum Kulturhaus herrschten Schlaraffenland-ähnliche Zustände. Kamelle, Lutscher, Popcorn, Chips und andere Köstlichkeiten kamen von den Wagen durch die Luft geflogen, direkt vor die Füße der kleinen und großen eifrigen Sammler. Kiloweise Süßigkeiten schleppten die Besucher mit nach Hause.

 Das Finsterwalder Prinzenpaar Prinz Andreas I. und seine liebreizende Prinzessin Anja.
Das Finsterwalder Prinzenpaar Prinz Andreas I. und seine liebreizende Prinzessin Anja. FOTO: Ivonne Kommolk

26 Bilder zeigte der Umzug. Zu den Teilnehmern gehörten viele ortsansässige, aber auch befreundete Vereine aus Großbahren, Finsterwalde, Brenitz, Massen und Friedersdorf. Kein geringerer als Peter „Piet“ Freitag feuerte als Moderator auf dem Markt die Massen an und stellte auf seine bekannt lockere und unterhaltsame Weise die unterschiedlichen Wagen vor.

 Der Phantasie bei den Kostümen waren keine Grenzen gesetzt.
Der Phantasie bei den Kostümen waren keine Grenzen gesetzt. FOTO: Ivonne Kommolk

Traditionell begrüßte er auch in diesem Jahr zuerst die Prinzenpaare. Das Zepter führen Prinz Andreas Prüfer und ihre Lieblichkeit Kristina Eckert sowie das Kinderprinzenpaar Paul Kosch mit seiner kleinen Prinzessin Johanna Muth.

 Moderator Piet Freitag scheute sich vor keinem Interviewpartner.
Moderator Piet Freitag scheute sich vor keinem Interviewpartner. FOTO: Ivonne Kommolk

Ihnen folgten die Funken, die Tollen Tussis, die Frechen Früchtchen und die Alten Schachteln, die alle kleine Tanzeinlagen auf das Straßenpflaster zauberten. Selbstverständlich fehlten auch die Herren vom Männerballett nicht.

Der Wagen vom FKK Friedersdorf und dem Brenitzer Männerballett rockte so richtig. Die Massener Karnevalisten wissen um die heilsamen Kräfte des Pfefferminzlikörs. Die Freiwillige Feuerwehr Breitenau stellte ihre Handdruckspritze von 1900 vor, mit der sie übrigens in diesem Jahr zum dritten Mal auf den Großglockner fährt.

Bevor es allerdings hoch hinaus geht, trafen sich nach dem Umzug alle Karnevalisten im frisch sanierten Kulturhaus. Dort begrüßte sie Sonnewaldes Bürgermeister Werner Busse. „Wir danken allen, die uns unterstützt haben. Leider hat der Umbau doch fünf Monate in Anspruch genommen. Ich freue mich aber, dass wir es geschafft haben, pünktlich zum Karneval zu eröffnen“, sagte das Stadtoberhaupt. Es sei nicht so einfach, aus einem Industriebau ein Kulturhaus zu machen. Geld wurde vor allem in die energetische Sanierung, in die Isolierung und neue Fenster gesteckt. Das Haus kann jetzt wieder für den Schul- und Vereinssport genutzt werden, was für die Stadt besonders wichtig ist. Das Vereinsleben soll gestärkt und erhalten werden, versicherte Werner Busse.

Nachdem Thomas Galle nicht mehr Narr in erster Reihe in Sonnewalde ist, freut sich Oliver Hahn als der Mann der Bühne und Chef vom Elferrat, das „Manhattan“ wieder in Narrenhand zu haben. „Durch den Umbau mussten wir uns für unsere Dekoration ein bisschen was anderes einfallen lassen und haben ein Stahlseilsystem eingebaut. So ist die Deko in Zukunft auch noch gut machbar und vor allem brandschutzsicher“, sagt Oliver Hahn. Thomas Galle indes möchte zukünftig lieber von der „Rampensau“ zum „Notnagel“ mutieren. Er sagt: „Es muss ja auch mal irgendwann Schluss sein mit der Bühne.“ Dem Verein bleibt er natürlich erhalten und so wird er auch im nächsten Jahr, neben Matthias Guse und Thorsten Lehnig, einer der Haupt-Organisatoren für den Karnevalsumzug sein.

Die erste Veranstaltung in Sonnewalde startet am 23. Februar um 19.30 Uhr.