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Sonnendeck in Brandenburger Straße

Blick auf die neu entstandene Terrasse am Giebel des Hauses Brandenburger Straße 4 bis 12 vom gegenüberliegenden Haus in der Anhalter Straße. Stefan Höhne, technischer Leiter der Wohnungsgenossenschaft Finsterwalde (l.), gestern auf der neuen Terrasse bei letzten Absprachen mit Frank Stecher von der Abrissfirma Ecosoil aus Senftenberg.
Blick auf die neu entstandene Terrasse am Giebel des Hauses Brandenburger Straße 4 bis 12 vom gegenüberliegenden Haus in der Anhalter Straße. Stefan Höhne, technischer Leiter der Wohnungsgenossenschaft Finsterwalde (l.), gestern auf der neuen Terrasse bei letzten Absprachen mit Frank Stecher von der Abrissfirma Ecosoil aus Senftenberg. FOTO: Gabi Böttcher
Finsterwalde. Gestern haben die Kollegen von der Abbruchfirma Ecosoil aus Senftenberg ihren Einsatz in der Brandenburger Straße / Ecke Anhalter Straße in der Sängerstadt mit Restarbeiten beendet. Gabi Böttcher

Schon am Tag zuvor hatten sie den Abbruch eines Teils der 5. Etage des Hauses Brandenburger Straße 4 bis 12 an der Giebelseite zur Anhalter Straße abgeschlossen. Auf etwa 60 Quadratmetern soll hier eine gemeinsame Terrasse für die künftigen zwölf Mieter des Gemeinschaftswohnprojektes in der neu strukturierten oberen Etage des Hauses entstehen.

Mit den ersten sechs Mietern habe man sich bereits fest vereinbart, freut sich Gabriele Brungart, Vorstand der Wohnungsgenossenschaft. Ebenso über das große Interesse an dem innovativen Wohnprojekt, mit dem die Genossenschaft im 90. Jahr ihres Bestehens ein Zukunftszeichen setzt.

Petrus fühlte sich offenbar mit dem ehrgeizigen Vorhaben der Finsterwalder Wohnungsgenossenschaft verbunden, denn das bereitgelegte Notdach musste während der Abbrucharbeiten nicht aufgezogen werden.

Zunächst mussten Befestigungspunkte zwischen Wand- und Deckenplatten gelöst, Versorgungsstränge gekappt werden. Gegen 11 Uhr hingen am Dienstag bereits die ersten Segmente am Haken des 90-Tonner-Autokranes. Die Entsorgung in bereitstehende Container schloss sich nahtlos an. Mehr zu tun gab es nach dem Herausheben der ehemaligen Badzelle. Auf der Erde angekommen, hieß es für die Ecosoil-Mitarbeiter in die Schutzkleidung steigen. Beim Zerteilen der Zelle hatten sie sich gegen Asbeststaub zu schützen.

Gestern erfolgten die Restarbeiten zur Abdichtung des künftigen Terrassenbodens und für das Verlegen von Versorgungsanschlüssen. Unmittelbar betroffen waren die acht Mieter des Aufganges unter der künftigen Terrasse. Sie verbrachten den Dienstag außerhalb ihrer Wohnungen. "Für das große Verständnis der Mieter danken wir", so Gabriele Brungart. In der Woche zuvor waren in einer Mieterversammlung die Einzelheiten besprochen worden. Eines können sich die kurzzeitig Ausquartierten gutschreiben: Sie haben das erste Objekt kontrollierten Rückbaus der Finsterwalder Wohnungsgenossenschaft aktiv unterstützt. Wenn anlässlich des runden Geburtstages der Wohnungsgenossenschaft am 15. Juli zu einem Fest eingeladen wird, wird ihnen besonders zu danken sein.

Erleichtert zeigen sich Gabriele Brungart und der technische Leiter der Genossenschaft, Stefan Höhne, dass der Abbruch nun vollbracht ist. Zuvor war eine Insolvenz im Bauhauptgewerk zu verschmerzen. Die Lösung: Für die bereits am Projekt beteiligte Firma Schütz aus Spremberg wurde der Auftrag erweitert.

Gereift sind inzwischen die Pläne für den Innenausbau und die Gestaltung der individuellen Wohn- sowie der Gemeinschaftsbereiche. Ein Farbkonzept sieht Erdtöne und kräftige Farbtupfer vor. Im gesamten Wohnblock steht die Modernisierung der Balkone auf dem Plan. Im Bereich des Einganges Nummer 6 wird ein Aufzug eingebaut. Insgesamt investiert die Genossenschaft in das Wohngemeinschaftsprojekt in der 5. Etage und die Modernisierungsmaßnahmen im gesamten Haus 1,37 Millionen Euro.