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| 13:49 Uhr

Sogar ein kleines Baby ist schon angemeldet

Finsterwalde. In einer Zeit der andauernden Umbrüche im Bildungswesen und der Schließung von Schulen auf der Grundlage zurückgehender Schülerzahlen hat sich die evangelische Grundschule in Finsterwalde etabliert. Von Mario Sanders

Pfarrer Stefan Branig, Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werkes Elbe-Elster als Träger der Schule, und Schulleiterin Kirstin Trepsdorf mit ihren Kolleginnen Carola Schonz, Jana Heinze und Antje Dietz freuten sich über den Ansturm zum Tag der offenen Tür. Am Samstag nutzten diesen mehr als einhundert Bürger aus Finsterwalde und Umgebung, um vor Ort die räumlichen Gegebenheiten, die von Eltern renovierten Klassenräume und Esszimmer sowie Sport- und Bewegungsplätze zu besichtigen. Zugleich wurden sie über den besonderen Charakter der Schule, den Tagesablauf, die Essenversorgung sowie die Betreuung der Kinder in Zusammenarbeit mit Hort und der Erziehungs- und Familienberatungsstelle der Diakonie informiert. Hierdurch sollen sowohl begabte Schüler als auch Kinder mit Lernschwierigkeiten optimal gefördert werden. Gebete, Feiern, Andachten und Rituale gehören zum Schulalltag. Beate Seidel-Schadock findet das sehr gut. „Lukas (5) ging schon in den katholischen Kindergarten. Da war der Tagesablauf ähnlich und so haben wir für unseren Sohn einen fließenden Übergang. Wir sind katholisch und unsere Kinder mit dem Glauben vertraut. Das ist eine natürliche Entwicklung. Diese von klein auf erlebten Erfahrungen nun weiterentwickelt zu wissen, ist doch sehr angenehm. Unsere Tochter Nele, sie ist jetzt zweieinhalb Jahre alt, geht in den katholischen Kindergarten und wir werden sie auch hier anmelden.“ Diana Kürschners Tochter Atessa ist fünf. „Dieses Angebot hier ist eine wichtige Alternative. Die konfessionelle Ausrichtung ist bestimmt eine Bereicherung, sowohl für die Wertevermittlung als auch für das Allgemeinwissen.“ Maximal 25 Schüler können für das neue Schuljahr aufgenommen werden. Es liegen bereits 38 Anmeldungen vor. „So sind Aufnahmegespräche mit den Eltern zu führen. Da kann leider nicht jeder sein Kind bei uns einschulen“, sagt Siegfried Zenker. „Finsterwalde wird einzügig bis zur sechsten Klasse gestaltet. Wir haben bereits Anmeldungen für 2009, 2010 und von einem 2004 geborenen Baby für 2011.“ Für Dirk Rostock aus Finsterwalde und seine Tochter Natalie Kubijak soll nächstes Jahr auf jeden Fall hier die Schule beginnen. „Der Unterricht läuft irgendwie positiver für die Kinder ab. Es wird mehr auf sie eingegangen. Es herrscht eine familiäre Atmosphäre und so haben im evangelischen Kindergarten Eltern, die bereits hier eingeschult haben, uns empfohlen, unbedingt uns hier zu bewerben.“ Sibylle Weiß ist schon seit 2003 als Hortnerin an der evangelischen Grundschule. Seit Oktober dieses Jahres leitet sie den Hort. Sie schwärmt von der engen Zusammenarbeit mit den Lehrern sowie der Schule und den Eltern; vom offenen Hort und der liebevollen Betreuung. Beten zu den Mahlzeiten (gemeinsames Frühstück, Mittag und Vesper zu analogen Preisen wie die Hortbetreuung der Stadt Finsterwalde) ist selbstverständlich. „Eine Arbeit, die sehr schön ist, viel Spaß macht und bei der ich voll aufgehen kann.“ Interessenten können sich beim Diakonischen Werk Elbe-Elster unter der Telefonnummer 035326 204 näher informieren.