ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 17:01 Uhr

Erfolgreich auf eigenen Füßen
Sie bringt selbst in Kirchen LED-Technik

„Grüne Gründerin“: Lichtplanerin Maria Goldberg (r.) nimmt die Glückwünsche von Petra Budke entgegen.
„Grüne Gründerin“: Lichtplanerin Maria Goldberg (r.) nimmt die Glückwünsche von Petra Budke entgegen. FOTO: Heike Lehmann
Finsterwalde. Lichtplanerin Maria Goldberg aus Finsterwalde wird als „Grüne Gründerin“ ausgezeichnet. Von Heike Lehmann

Sie lässt die St. Trinitatiskirche in Finsterwalde, die Kirche im sächsischen Wittichenau und bald auch die Kirche in Finsterwalde-Nehesdorf in neuem Licht erstrahlen. Maria Goldberg berechnet, wie viel Licht moderne Pendelleuchten abgeben und sie prüft, ob es zum Lesen reicht, dort, wo gelesen werden muss. Und sie sorgt mit ihrem Licht für Stimmungen. Firmensitze, Büros und öffentliche Einrichtungen bringt sie lichttechnisch auf den neuesten Stand. Mit ihrer 2016 gegründeten Firma Goldberg Lichtkonzepte sorgt die 35-jährige Lichtplanerin für angenehme und vor allem gesunde Lebens- und Arbeitsverhältnisse. Mit diesem Geschäftskonzept hat die junge Frau jetzt den Brandenburger Landesverband Bündnis 90/Die Grünen auf sich aufmerksam gemacht, der die Geschäftsfrau am Montag als „Grüne Gründerin“ geehrt hat. Die Urkunde überreichte die Landesvorsitzende Petra Budke. Begründet wird die Wahl damit, dass Maria Goldberg „ganzheitliche, nachhaltige und innovative Beleuchtungskonzepte“ entwickle und ihre Kunden zuvor umfassend berate. „Maria Goldberg verwendet ausschließlich modernste LED-Technik, die repräsentativ, aber auch energieeffizient ist. Sie verbindet ihre kreative Seite und die Faszination für das Licht mit durchdachten Konzepten und Nachhaltigkeit“, so Petra Budke.

Maria Goldberg hatte sich während ihres Architekturstudiums an der BTU Cottbus-Senftenberg auf Lichtplanung fokussiert. Sie ging für eine Zeit mit ihrem Mann, der wie sie aus Finsterwalde stammt, nach Hamburg, wo sie bei einem renommierten Lichtplaner angestellt war. Mittlerweile lebt die Familie mit ihren zwei Kindern, drei und fünf Jahre alt, in Lieskau, wo Goldbergs ein altes Lehmhaus der Familie saniert haben. Maria Goldberg sagt über sich: „Ich bin die typische Rückkehrerin, die für ihre Kinder gern die Großeltern in der Nähe haben möchte und ein Haus im Grünen, das man sich noch leisten kann.“

Nur mit Rechner, Tisch und Internet startete sie beruflich neu durch. Mittlerweile hat sie Projekte nicht nur in Finsterwalde und Elbe-Elster, sondern in ganz Südbrandenburg und auch in Sachsen. „In Radebeul habe ich jetzt ein spannendes Ausstellungsprojekt. Ich werde eine Firmenpräsentation ausleuchten“, verrät sie.

Der Schreibtisch aber steht noch immer bescheiden als Co-Working-Arbeitsplatz im Gemeinschaftsbüro der Willkommensagentur für Rückkehrende „Comeback Elbe-Elster“ in der Kleinen Ringstraße. Nicht nur, weil das Internet in Lieskau denkbar lahm ist. Maria Goldberg ist Teil des Rückkehrer-Netzwerkes, das bezüglich Stellen, Wohnung und Behördengängen berät. „Hier gehen wichtige Leute ein und aus, man kommt ins Gespräch und knüpft Kontakte“, sagt die junge Frau.

Maria Goldberg hat aber auch selbst ein neues Netzwerk mit ins Leben gerufen. Das Unternehmerinnennetzwerk „NEOPreneurs“ ist eine Plattform für Jungunternehmer und deren Austausch – real bei Versammlungen sowie als geschlossene Gruppe in den sozialen Medien. Sie erklärt: „Ich hatte selbst so viele Fragen, dass ich mir dachte, es muss doch auch andere geben, die gleiche Probleme haben, so dass man sich gegenseitig unterstützen kann.“ Die Facebook-Gruppe ist inzwischen auf 135 Personen angewachsen. Auch für dieses ehrenamtliche Engagement gab es die Ehrung als „Grüne Gründerin“.