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| 18:34 Uhr

Flüchtlingspolitik
Sehr gute Bedingungen in der Erstaufnahme

Innenstaatssekretärin Katrin Lange (l.)  und der Leiter der Zentralen Ausländerbehörde des Landes Brandenburg, Frank Nürnberger (2.v.l.), in der Holzwerkstatt, geführt von Robert Schulze (2.v.r.).
Innenstaatssekretärin Katrin Lange (l.)  und der Leiter der Zentralen Ausländerbehörde des Landes Brandenburg, Frank Nürnberger (2.v.l.), in der Holzwerkstatt, geführt von Robert Schulze (2.v.r.). FOTO: Heike Lehmann
Doberlug-Kirchhain. Innenstaatssekretärin Katrin Lange informiert sich in der Doberlug-Kirchhainer Einrichtung über Tagesstruktur und Sozialarbeit.

Brandenburgs Innenstaatssekretärin Katrin Lange hat sich am Donnerstag viel Zeit genommen, um sich ein Bild von der Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge und Asylbewerber an der Torgauer Straße von Doberlug-Kirchhain zu machen. 600 Bewohner leben dort momentan. Sie kommen vor allem aus Tschetschenien, Syrien, Libyen, Pakistan, Afghanistan und dem Sudan. Katrin Lange sagt: „Wir werden auf jeden Fall am Prinzip Erstaufnahme festhalten, aber stellen jetzt konzeptionelle Überlegungen für die Zukunft an. Dabei werden alle Standorte betrachtet.“ Von Doberlug-Kirchhain nimmt sie Eindrücke von „sehr guten Bedingungen“ mit.

Zeitgleich mit der Staatssekretärin sind etwa 30 Neuankömmlinge aus einem Bus gestiegen. Sie kommen direkt aus Eisenhüttenstadt in die ehemalige Lausitz-Kaserne. Im Dezember 2015 ist das umgebaute Männerwohnheim in Betrieb gegangen. 2016 wurde das Familienwohnheim bezogen. Für 1090 Hilfe suchende Menschen ist in der vom DRK geführten Einrichtung jetzt Platz.

Leiter Theo Ripplinger führt die Staatssekretärin und Frank Nürnberger von der Zentralen Ausländerbehörde des Landes Brandenburg über das Gelände vorbei am gemeinsam mit Flüchtlingen angelegten Gemüsegarten und durch die Holzwerkstatt. In der Fahrradwerkstatt wird fleißig geschraubt. „Die 70 Fahrräder in der Ausleihe sind sehr beliebt, um individuell in die Stadt zu kommen“, sagt Robert Schulze.

Reges Treiben herrscht im ehemaligen Kulturhaus, heute ein vorzeigbares Schulungs- und Freizeitzentrum mit Café, Saal für Kino und Versammlungen, Unterrichtsräumen für die schulpflichtigen Kinder, Jugendklub und Kita.

55 Mitarbeiter beschäftigt das DRK am Standort. 65 Mitarbeiter sind es beim City-Schutz, der das Objekt rund um die Uhr sichert. Weitere Beschäftigte kümmern sich um Versorgung und Reinigung. Ein Faktor, den Bürgermeister Bodo Broszinski (FDP) herausstreicht. „Die meisten Beschäftigten hier kommen aus der Region. Sie haben zum Teil eine neue Chance bekommen.“

(leh)