Jeden Freitag hole ich mir eine Dauerkarte im „fiwave“ und stimme mich so auf das Wochenende ein. Ich bin der größte Fan der Schwimmhalle. Seitdem neue Öffnungszeiten diskutiert werden, komme ich allerdings arg ins Schwanken.
Soll ich mich nun freuen, dass ich zu jedem Aufguss in einer nunmehr schlecht gefüllten Sauna einen Platz bekomme, oder werde ich mich ärgern, dass ich die vielen Stammgäste, die jeden Freitag kamen, nicht mehr treffen werde? Denn so wie ich nutzen vorwiegend Familien den Freitag zum entspannenden Abschluss der Arbeitswoche. Das hat sich nun wahrscheinlich erledigt, da Freitag nur noch Männersauna sein soll. Leider.
Wenn es eng wird, muss reagiert werden. Das sehe ich. Leider fällt den Verantwortlichen in der Politik in solchen Situationen immer nur das einfachste Mittel ein. Man verscherbelt das Tafelsilber. Mit ein wenig mehr Kreativität in der Werbung der Besucher muss es doch möglich sein, die Menschen zu locken. Dieser Weg wäre doch besser, denn ich glaube nicht, dass die technischen Anlagen am Abend ausgeschaltet werden. Die Kosten würden sowieso bestehen, man spart nicht wirklich.
Die Geschichte der Schwimmhalle ist von Beginn an durch ein sehr negatives Image geprägt. Dazu hat nicht zuletzt die Besetzung mit Unternehmen, die schon oft unzuverlässig waren und mit denen man sich nun gerichtlich streitet, beigetragen. Man hat gut verdienende, vom Steuerzahler finanzierte Verantwortliche, deren Aufgabe es ist, den Betrieb zu leiten. Dazu zählen wirtschaftliches Denken, Werbung und innere Verbundenheit mit der Arbeit. Ich stelle dies nicht in Abrede, zweifle aber nachhaltige Kompetenzen der Verantwortlichen an.
Ich befürchte, dass die momentane Entwicklung der Schwimmhalle in Finsterwalde uns bald neue Öffnungszeiten bescheren wird. Die hängen dann aber nur noch an der Eingangstür, die für immer geschlossen sein wird.