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| 17:44 Uhr

Schwer misshandeltes Pony noch immer apathisch

Misshandeltes Pony in Rückersdorf.
Misshandeltes Pony in Rückersdorf. FOTO: Dieter Babbe
Rückersdorf. Das Pony Mary, das vor mehr als fünf Wochen in Rückersdorf von einem Unbekannten misshandelt worden ist, leidet noch immer unter dem Schock. "Die Wunden sind zwar soweit verheilt, aber das Tier ist noch immer apathisch und ängstlich. -db-

Zum Reitunterricht mit den Kindern kann ich es weiterhin nicht einsetzen, weil ich nicht sicher bin, wie es reagiert", sagt Madleine Zörner-Engelmann. Die Vorsitzende vom Reit- und Fahrverein "Viktoria" sei überrascht gewesen von der Anteilnahme vieler Tierfreunde, nachdem über den Vorfall in der Zeitung berichtet wurde. "Wir haben Spenden von weit über 600 Euro bekommen, damit konnten wir alle Tierarztkosten decken. Ich bedanke mich bei allen Spendern", sagt die Vereinsvorsitzende. "Viele überwiesen das Geld nicht nur, sie kamen sogar auf unseren Hof und wollten Mary streicheln und trösten."

In einer Novembernacht war die Koppel mit den Ponys von einem Unbekannten geöffnet worden. Die Tiere hatten die Koppel verlassen. Eine Stute wurde von Feuerwehrleuten, die in der Nacht am See im Einsatz waren, in der Nähe der Kleingartenanlage entdeckt. Dem Tier wurde offensichtlich ein Fremdkörper in den After bzw. in die Vagina gespritzt, wobei es schwer verletzt wurde, wie der herbeigerufene Bad Liebenwerdaer Tierarzt Dr. Michael Kreher bestätigte. Außerdem stank das Tier, als ob es mit einer chemischen Flüssigkeit übergossen wurde. Eine Frau hatte vom Auto aus das Pony zusammen mit einem Mann gesehen. Sie wurde stutzig und rief die Chefin vom Reit- und Fahrverein an - in der Vermutung, das Pony könnte vom Verein stammen. Den Mann konnte die Zeugin ziemlich genau beschreiben, er soll mit einem Klappfahrrad unterwegs gewesen sein. Über Ermittlungsergebnisse der Polizei sei ihr nichts bekannt, erklärt Madleine Zörner-Engelmann.