"Die Figur aus Polyesterguss lässt sich womöglich wieder reparieren", hofft Amtsdirektor Gottfried Richter nach einem Gespräch mit dem Künstler Frieder Preis. Die Struktur des Kopfes sei noch erhalten geblieben. "Wir müssen sehen, ob sich der verbrannte Kopf mit dem gleichen Material und mit Farbe ausbessern lässt", sagt Richter - er habe dazu auch Kontakt zu einem im Amt ansässigen Malermeister gesucht. Mit seiner Hilfe soll das Kunstwerk im Frühjahr wieder ausgebessert werden - und zwar an Ort und Stelle. Richter spricht von wenigen hundert Euro Kosten, für die es bereits wieder Spender gibt. Der Künstler, der in Baden-Württemberg wohnt, würde auch wieder nach Massen kommen, wenn seine Hilfe benötigt wird.

Die zum Wahrzeichen gewordene Skulptur von der Schwarzen Frau, die der Sage nach durch ihr Aussehen im 30-jährigen Krieg die Franzosen vertrieben und das Dorf so vor Übergriffen geschützt haben soll, hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. 2005 aufgestellt, ist die erste Bronzefigur 2011 gestohlen worden und nie wieder aufgetaucht. Die dem Original fast identisch aussehende Nachbildung aus Kunststoff wurde Anfang Dezember erst aufgestellt und eine Woche später vermutlich mit einem Brandbeschleuniger angezündet worden. Eine Angestellte der nahen Gaststätte hatte zufällig die Flammen bemerkt, die bereits aus dem geöffneten Mund der Frau schossen. "Der Brand ist gerade noch rechtzeitig gelöscht worden", lobt der Amtsdirektor auch die Gastwirtin, die kurzentschlossen Wasser über das Kunstwerk goss.