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| 17:02 Uhr

Bessere Bedingungen für den Schulsport
Schulstandort Nehesdorf komplettiert

An der Grundschule Nehesdorf ist am Dienstag die neue Außensportanlage eingeweiht worden. Für knapp 400 000 Euro wurde sie unmittelbar neben der Turnhalle gebaut. Die allererste Runde liefen die Schüler noch mit dem Band von der Eröffnung in der Hand.
An der Grundschule Nehesdorf ist am Dienstag die neue Außensportanlage eingeweiht worden. Für knapp 400 000 Euro wurde sie unmittelbar neben der Turnhalle gebaut. Die allererste Runde liefen die Schüler noch mit dem Band von der Eröffnung in der Hand. FOTO: Heike Lehmann
Finsterwalde. Moderne Außensportanlage konnte kurz vor Weihnachten noch eingeweiht werden. Von Heike Lehmann

Seit Dienstag wissen einige Leute mehr, was eine Slackline ist. Eine solche Anlage ist Bestandteil der modernen Außensportanlage an der Grundschule Nehesdorf, die wenige Tage vor Weihnachten eingeweiht wurde. Slacken ist Trendsport. Man balanciert auf einem Kunstfaser- oder  Gurtband zwischen festen Punkten. Geschult werden damit Balance, Konzentration und Koordination.

Die offiziellen Termine für das Projekt stehen leider in keinem guten Verhältnis mit dem Wettergott. „Beim ersten Spatenstich im Juli hatten wir schon so heftigen Regen“, erinnert sich Schulleiterin Sylke Magister. Und am Dienstag kam zu dem Regen noch die Kälte. Knapp nur demonstrierten deshalb die Schüler die Möglichkeiten der neuen Sportfläche. Die offiziellen Gäste, darunter der Finsterwalder Bürgermeister Jörg Gampe, Kommunalpolitiker, Verwaltungsmitarbeiter, Vertreter der Sängerstadtregion, Planer, Bauleute, Schüler, Lehrer, Eltern, Großeltern und  Nachbarn, wissen jetzt, wie man über eine Slackline läuft, wie ein Basketball im Korb landet – oder auch nicht – und wie lange es dauert, bis man die 100 Meter Rundlaufbahn in gemütlichem Trab absolviert hat.

Die neue Slackline an der Grundschule Nehesdorf.
Die neue Slackline an der Grundschule Nehesdorf. FOTO: Heike Lehmann

Um den Schulstandort Nehesdorf zu komplettieren, haben die Stadtverordneten den Neubau der Außensportfläche neben der Sporthalle, wo 2017 schon der neue Speisesaal in Besitz genommen wurde, beschlossen. Am 6. Juni lag die Baugenehmigung vor, bis Ende November hat die GaLaBau & Erden Tuschke aus Vetschau mit Subunternehmen gebaut.

Die Aufgabenstellung war vor allem für das Planungsbüro Subatzus und Bringmann GbR aus Dörrwalde, das auch schon Sportanlagen an der Doppelturnhalle, der Berg-Grundschule Doberlug-Kirchhain und der Grundschule Sonnewalde konzipiert hat, eine große Herausforderung. „In ein enges Umfeld möglichst viel hineinzuzaubern, war nicht leicht“, gesteht Bürgermeister Gampe ein. Und Astrid Subatzus bestätigt: „Ziel war, auf einer begrenzten Fläche möglichst viele Sportarten unterzubringen. Kinder wollen sich bewegen. Das geht hier, auch dank Doppelnutzung. Dann muss man sich eben gut absprechen.“

So wirft man den Basketball in den Korb.
So wirft man den Basketball in den Korb. FOTO: Heike Lehmann

Entstanden ist ein multifunktionales Sportfeld mit Polythanbelag. Es verfügt über einen Ballfangzaun, eine getrennt angelegte 50 Meter-Bahn mit drei nebeneinander liegenden Laufbahnen sowie einem anschließenden 11,5 Meter langen Auslauf mit Weitsprunggrube, eine 100 Meter lange Rundlaufbahn, auf der die 60-Meter-Grenze markiert ist. Außerdem angelegt sind zwei Bolztore mit Basketball­aufsatz, ein Spielfeld 15 x 28 Meter für Fuß- und Basketball, die Schwebebandkombination mit Slacklines und eine Längenmarkierung für Schlagballweitwurf. Der Weg zwischen Schule und Sportfläche wurde sicherer, weil neben dem Gehweg ein 3,50 Meter breiter angehobener Übergang entstanden ist. Turnhalle, Speisesaal und Sportfläche sind barrierefrei erreichbar.

Die Außensportfläche ist ein Projekt der Sängerstadtregion. Es gab einen Zuschuss über das Förderprogramm „Kleinere Städte und Gemeinden – überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke“ (KLS). Das heißt, 20 Prozent der Gesamtkosten von knapp 400 000 Euro trägt die Stadt. Das sind etwa 79 000 Euro. Die restlichen 317 000 Euro werden zwischen Bund, Land und Kommune getragen. Der reine Fördermittelanteil beträgt also 211 000 Euro.

Mehr als 260 Schülerinnen und Schüler und deren Lehrer freuen sich nun auf wärmere Tage, um die neuen Möglichkeiten richtig genießen zu können – „für den Unterricht, aber auch für unseren offenen, bewegten Beginn, für den Hort und unsere Zusammenarbeit mit der Kita Nehesdorf, die ja bereits einmal wöchentlich die Turnhalle nutzt“, sagt Schulleiterin Sylke Magister. Und die Schüler selbst? Welche Sportarten mögen sie? Maxie läuft gern, aber eher kurze Strecken und Kim mag Fußball, ist in ihrer Freizeit im Volleyballverein. Beide lernen in der 6. Klasse und haben die erste Laufrunde, noch mit dem grün-weißen Band von der Freigabe in der Hand, absolviert. Der achtjährige Bruno aus der 2. Klasse macht alles gern, was mit Sport zu tun hat. Aber sein Herz schlägt für den Fußball – insbesondere den FC Sängerstadt. Dort spielt er in der F-Jugend.