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| 02:42 Uhr

Schüler schauen bei Firmen im Landkreis hinter die Kulissen

Heidi Wilker gewährt Einblicke in ihren Berufsalltag.
Heidi Wilker gewährt Einblicke in ihren Berufsalltag. FOTO: lho
Elbe-Elster-Kreis. Am Donnerstag, 27. März, findet der Zukunftstag Brandenburg statt. Auch viele Unternehmen und Einrichtungen im Elbe-Elster- Kreis öffnen ihre Türen. Schüler können sich noch für die Aktion anmelden. Linda Haazipolo

Am 27. März können Schüler praktisch arbeiten, statt die Schulbank zu drücken. Im Landkreis Elbe-Elster sind bisher elf Einrichtungen als Teilnehmer eingetragen, die Schülern eintägige Praktikumsplätze anbieten. Darunter sind verschiedene Firmen, eine Grundschule und auch der Förderverein des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft.

Die Chefs und Mitarbeiter haben die Gelegenheit, ihr Unternehmen vorzustellen und für eine Ausbildung in ihrem Betrieb zu werben. Schüler können sich unter anderem als Lehrer, Bäcker, Altenpfleger oder Indus triemechaniker versuchen. "Die Berufswahl ist eine der schwierigsten Entscheidungen im Leben. Besonders gute Eindrücke gewinnt man in der Praxis, im direkten Gespräch mit Arbeitgebern. Deswegen ist der Zukunftstag bei der beruflichen Orientierung für Jugendliche so wichtig", sagte Bildungsministerin Martina Münch (SPD). Für Schüler, die gern einen realitätsnahen und praktischen Einblick in ein Berufsbild bekommen möchten, ist es noch nicht zu spät. Viele Unternehmen haben noch freie Plätze, die sie an Schüler der Klassenstufen sieben bis zehn vergeben können.

Die Bäckerei Bubner zeigt ihre Backstube in Doberlug Kirchhain und vermittelt den Schülern, was alles zum Handwerk gehört. "Die Schüler werden sich als Konditoren versuchen. Außerdem machen sie auch Pizza selbst, vom Teig bis sie dann fertig aus dem Backofen kommt", erzählt Mandy Bubner, die in der Firma für das Marketing zuständig ist. Nicht nur in der Backstube selbst, sondern auch in den einzelnen Verkaufsfilialen der Firma können die Schüler in den Beruf des Bäckereifachverkäufers schlüpfen. "Auch dort sind die Schüler mittendrin und werden in den Filialen selbst Brötchen backen", so Mandy Bubner.

Auch in der Grundschule Nehesdorf können die Schüler Lehrern über die Schulter schauen. "Es haben sich bereits drei Mädchen angemeldet. Wir haben noch drei Plätze für Jungen frei", erzählt die Schulleiterin Sylke Magister. Die neugierigen Schüler bekommen einen Lehrer zugeteilt, dem sie in den Unterricht folgen dürfen. In den Pausen bleibt dann Zeit, um Fragen, die rund um den Beruf auftauchen zu klären.

Die Grundschullehrerin Heidi Wilker wird am Zukunftstag zwei Jugendlichen ihren Berufsalltag zeigen. "Es kommen zwei Mädchen zu mir in den Unterricht, das weiß ich schon", erzählt sie. Zum Abschluss gibt es für alle Schüler, die am Zukunftstag die Grundschule besuchen, ein Gespräch mit der Schulleiterin. "Die Schüler erfahren dann, wie man Lehrer wird. Wie das zweistufige System mit dem Studium an der Universität und dem anschließenden Referendariat funktioniert, ist den meisten Schülern in der 9. Klasse noch nicht klar", erklärt Sylke Magister.

Auch in der Firma Uesa in Uebigau sind noch einige Plätze für Schüler und Schülerinnen frei. Elektro- und Schaltanlagenbau gehört zu den Kernkompetenzen des Unternehmens. Die Berufe Elektroniker für Betriebstechnik, Industrieelektriker für Betriebstechnik können die Schüler dort am Donnerstag kennenlernen.

Neben einer Betriebsführung stehen auch praktische Arbeiten beim Ausbildungsleiter Jens Jäger an. "In der Lehrwerkstatt dürfen die Schüler auch Sachen ausprobieren", sagt er. Löten, Schalter anschrauben und Messgeräte bedienen steht auf dem Stundenplan. "Mit der Beteiligung am Zukunftstag wollen wir das Interesse der Schüler wecken und hoffen, dass der ein oder andere das Unternehmen besser kennenlernen möchte und noch ein Praktikum macht", so Jens Jäger.

Zum Thema:
Der Zukunftstag findet am Donnerstag, 27. März, bereits zum zwölften Mal statt. Welche Unternehmen in der Region noch Plätze für Schülerinnen und Schüler anbieten, steht im Internet unter www.zukunftstagbrandenburg.de