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| 18:57 Uhr

Am Tag des offenen Denkmals
Schloss lockt bis in die Turmspitze

Zum Tag des offenen Denkmals öffnen sich im Schloss Doberlug Türen, die der Öffentlichkeit sonst verschlossen bleiben.
Zum Tag des offenen Denkmals öffnen sich im Schloss Doberlug Türen, die der Öffentlichkeit sonst verschlossen bleiben. FOTO: Andreas Franke
Stadt und Museum eröffnen am 9. September Ausstellungen im und am Schloss Doberlug. Spezialführungen bieten zudem interessante Blicke hinter die Kulissen.

Das Museum Schloss Doberlug und die Stadt Doberlug-Kirchhain bitten zum Denkmaltag am 9. September ab 10 Uhr ans und in das Schloss und öffnen Besuchern dabei Türen, die sonst verschlossen bleiben. Eine Stelenausstellung im Außenbereich und eine neue Sonderschau im Museum verbinden den Ort und ganz besonders die Klosterkirche mit der norddeutschen Backsteinarchitektur und geben Einblicke in die Geschichte der Planstadt Doberlug. Ein Vortrag zur Backsteinarchitektur um 11 Uhr sowie Spezialführungen um 14 und 16 Uhr runden das Programm ab.

Um 10 Uhr weiht die Stadt Doberlug-Kirchhain am Eingang zum Schloss die Außenbereichsausstellung „Zwischen Oberitalien und Nordeuropa – Kloster Dobrilugk und die Anlage einer Musterstadt“ ein. Vier Stelen auf dem Areal von Schloss und Klosterkirche sowie vor dem Quartier Rautenstock erläutern, wie sich in der Doberluger Architektur europäische Baugeschichte vom Mittelalter bis zum Barock widerspiegelt. Der Berliner Kunsthistoriker Dirk Schumann führt in die Ausstellung ein und erläutert bei einem kurzen Rundgang die einzelnen Baudenkmale.

Im Anschluss öffnen sich die Türen der neuen Sonderausstellung des Museums Schloss Doberlug. „Innovation und Tradition. Hinrich Brunsberg und die spätgotische Backsteinarchitektur in Pommern und der Mark Brandenburg“ wird im Westflügel des Schlosses gezeigt und beschäftigt sich mit einem der wichtigsten Baumeister des Spätmittelalters. Mit seinem Einführungsvortrag um 11 Uhr stellt Dirk Schumann den Baumeister vor und weist auf die herausragende Bedeutung der norddeutschen Backsteinarchitektur hin, zu der auch die Doberluger Klosterkirche gehört. Schumann ist ein ausgewiesener Kenner sowohl der Doberluger Architekturgeschichte, als auch des Backsteinbaus und Kurator der Ausstellung, die eindrucksvolle Architekturaufnahmen des Berliner Fotografen Thomas Voßbeck zeigt.

Um 14 Uhr öffnen die Stadt und das Museum gemeinsam Schlosstüren, die der Öffentlichkeit sonst verschlossen bleiben. Bei einer rund einstündigen Führung können dabei der ehemalige Commödiensaal der Herzöge von Sachsen-Merseburg im zweiten Obergeschoss des Schlosses in Augenschein genommen, das Trauzimmer im Renaissancestil besichtigt und der Südwestturm des Schlosses erklommen werden. Während Commödiensaal und Trauzimmer bequem zu erreichen sind, muss für die Turmbesteigung etwas Fitness mitgebracht werden. Die Mühe wird jedoch belohnt mit einem nicht alltäglichen Blick auf das Schloss Doberlug und seine Umgebung. Das Führungsentgelt beträgt sechs Euro, ermäßigt vier Euro.

Um 16 Uhr führen die Kuratoren der Sonderausstellung „Paralleldörfer – Leben in zwei Schönborns“ durch den Nordflügel des Schlosses. Die Führung kostet sechs Euro, ermäßigt vier Euro.

Aufgrund der begrenzten Plätze wird jeweils um rechtzeitige Anmeldung unter Tel. 035322 6888 520 oder museum-schlossdoberlug@lkee.de gebeten. Die Führungstickets erlauben zudem den Besuch aller Ausstellungen. Das Museum Schloss Doberlug ist zum Denkmaltag von 10 bis 18 Uhr geöffnet und kann auch individuell zum regulären Eintritt besucht werden.

(pm/leh)