Immerhin etwas: Vergangene Woche wurde bekannt gegeben, dass die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus gelockert werden. Neben Autohändlern, Bücherläden und sogar Museen, die unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen wieder öffnen dürfen, sind es vermutlich vor allem die Tierparks, deren Freigabe dem jüngsten Publikumsverkehr ein Lächeln aufs Gesicht zaubern dürfte. Auch in Finsterwalde kann das Ausflugsziel ab Mittwoch wieder besucht werden, bestätigt Stadtsprecherin Paula Hromada.

Einschränkungen wie viele Besucher gleichzeitig in den Tierpark gelassen werden, gebe es bislang keine. „Das Wetter ist natürlich sehr einladend“, trotzdem gehe die Stadtverwaltung nicht von einem verstärktem Besucheransturm auf das Ausflugsziel aus. Am Einlass solle ein Auge darauf geworfen werden.

Ein Wermutstropfen: Das Mangustenhaus muss auch weiterhin zu bleiben. Tierhäuser sind laut Rechtsverordnung auch weiterhin für Besucher Tabuzone.

Finsterwalder Tierparkcafé trifft Vorbereitungen zur Wiedereröffnung

Auf die obligatorische Bratwurst oder Pommes rot-weiß müssen Gäste übrigens nicht verzichten. „Das Tierparkcafé wird wieder aufmachen, so schnell wie möglich!“, erklärt Betreiber Frank Krüger. Zur Eröffnung des Ausflugsziels am Mittwoch schaffe er es nicht, hofft jedoch auf den Startschuss spätestens zum Wochenende. „Ich warte noch auf Bestellungen.“

Finsterwalde

Verkauft werde dann nur auf die Hand. Die üblichen Sitzmöglichkeiten werden abgesperrt. Auch das Angebot werde etwas eingestampft, damit keine langen Wartezeiten aufkommen können. So solle etwa der Flammenkuchen vorerst nicht angeboten werden. Schnelle Gerichten, wie Currywurst, Nuggets und Pommes stehe jedoch nichts im Wege.

Koch Frank Krüger (links) hat das Tierparkcafé erst vor einigen Wochen übernommen. Nach der Zwangspause will er schnellstmöglich wieder öffnen. Verkauft wird nur auf die Hand, der Sitzbereich soll abgesperrt werden.
Koch Frank Krüger (links) hat das Tierparkcafé erst vor einigen Wochen übernommen. Nach der Zwangspause will er schnellstmöglich wieder öffnen. Verkauft wird nur auf die Hand, der Sitzbereich soll abgesperrt werden.
© Foto: Henry Blumroth

Corona-Infektion der Tiere „unrealistisch“

Verstärkte Sorgen, dass sich auch die Tiere mit dem Coronavirus infizieren könnten, wie etwa eine Tigerdame in einem New Yorker Zoo, gebe es bislang keine, erklärt die Stadt. „Da der Tierbestand nur beschränkt mit Mensch in Kontakt kommt, ist eine Infektion eher unrealistisch“, so die Pressestelle. Der Personalbestand arbeite gestaffelt, dass eine Mannschaft zur Betreibung des Tierparks immer zur Verfügung stehe – auch sollte ein Fall häuslicher Quarantäne auftreten.

Während der Schließzeit für die Besucher sei der Betrieb für die Tierpfleger weitestgehend normal weitergegangen. „Der Tierbestand ist der Gleiche“, so die Stadt. Besondere Wartungsarbeiten habe es während der Zwangspause nicht gegeben. In Abhängigkeit des Baurechts könnte es jedoch im Laufe des Jahres einen weiteren Bauabschnitt am Außenzaun geben.

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