Dezember Plakate aus der 60-jährigen Geschichte des Senftenberger Theaters und leistet damit einen Beitrag zum Jubiläum der Neuen Bühne in Senftenberg.
Gleichzeitig ist diese Ausstellung von 40 Werken der Plakatkunst, die zu gleichen Teilen aus den Archiven beider Häuser kommen, dazu angetan, den kürzlich abgeschlossenen Kooperationsvertrag zwischen der Neuen Bühne und dem Museum mit Leben zu erfüllen.
Die Schau spiegelt eindrucksvoll die wechselvolle Geschichte und künstlerische Arbeit dieser bedeutenden Kulturstätte im Süden des Landes Brandenburg wider. Das älteste Plakat der Ausstellung, vermutlich von Günther Wendt gestaltet, ist anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Theaters 1956 entstanden. Damals kam Gorkis "Nachtasyl" zur Festaufführung. Der Maler und Museumsleiter Günther Wendt hat, wie sein künstlerischer Partner Hubert Globisch aus Potsdam, in den 50er- und 60er-Jahren auch für das Theater gearbeitet. Beleg dafür ist das von ihm gestaltete Plakat zu Shakespeares "Der Widerspenstigen Zähmung" aus dem Jahre 1960. Zu dieser Inszenierung schuf er auch das Bühnenbild.
Eine Reihe von Gestaltern prägte mit ihren originellen und grafisch interessanten Plakaten das optische Erscheinungsbild des Senftenberger Theaters. Unter ihnen Andreas Wallat, der sich als Autodidakt seit den 70er-Jahren zu einem der profiliertesten ostdeutschen Plakatgestalter entwickelte und in Senftenberg seine Laufbahn begann. Suggestive und geistvolle Bildideen prägen seinen Stil. Während André Liebscher auf expressive Gestaltungselemente setzte, wie sie in der Jungen Kunst der 80er-Jahre in der DDR verbreitet waren, gab Meinhard Bärmich mit überbordendem satirisch geprägten Formengewusel oft seinem Affen Zucker. Bedauerlich ist festzustellen, dass durch anhaltende Sparzwänge das einst hohe Niveau der Theaterplakatkunst offensichtlich zunehmend Schaden nimmt.
Das Museum bietet zu dieser Kabinettausstellung im Senftenberger Schloss in seiner Reihe "Heimatkundliche Blätter" Heft Nr. 43 mit dem Titel "Aus der Theatergeschichte Senftenbergs" an. (bg)
Das Museum hat bis zum 14. Oktober dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet, ab dem 15. Oktober 14 bis 17Uhr.