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| 17:35 Uhr

Bis zu 50 neue Arbeitsplätze
Call-Center in Finsterwalde ist am Netz

Ihren neuen Arbeitsplatz in Finsterwalde hat Cornelia Ackermann aus Crinitz seit 14 Tagen eingenommen. Astrid Haase (l.) aus Finsterwalde geht zwar ab 1. April in den Ruhestand, will jetzt aber dank des Arbeitsplatzes vor ihrer Haustür noch weiter machen. Kristin Becker von der Geschäftsführung der callplus telemarketing GmbH Cottbus (r.) zeigt einen der neuen Arbeitsplätze.
Ihren neuen Arbeitsplatz in Finsterwalde hat Cornelia Ackermann aus Crinitz seit 14 Tagen eingenommen. Astrid Haase (l.) aus Finsterwalde geht zwar ab 1. April in den Ruhestand, will jetzt aber dank des Arbeitsplatzes vor ihrer Haustür noch weiter machen. Kristin Becker von der Geschäftsführung der callplus telemarketing GmbH Cottbus (r.) zeigt einen der neuen Arbeitsplätze. FOTO: Gabi Böttcher / LR
Finsterwalde. Nicht erst im Sommer, sondern bereits bis Ende März werden die ersten 20 neuen Mitarbeiter in der Finsterwalder Filiale der callplus telemarketing GmbH Cottbus eingestellt sein. Am Montag wurde die Neuansiedlung offiziell gefeiert. Von Gabi Böttcher

Wer demnächst bei Bonprix oder Atlas for men Modisches für die neue Saison ordert, kann bei seiner telefonischen Bestellung durchaus mit Cornelia Ackermann aus Crinitz, Melanie Werner aus Lauchhammer, Yvonne Grieshaar aus Sallgast oder Astrid Haase aus Finsterwalde ins Gespräch kommen. Diese vier Frauen gehören zum Team der callplus telemarketing GmbH Cottbus an deren erster Zweigstelle. In der Finsterwalder Oscar-Kjellberg-Straße 15 wurde am Montag mit gut 50 Gästen und Partnern aus Wirtschaft und Politik die Eröffnung des neuen Standortes offiziell  gefeiert.

Kristin Becker von der Geschäftsführung des Unternehmens erneuerte den Ausblick auf das Jahresende, wo die Mitarbeiterzahl auf 50 gewachsen sein soll. Die vor gut einem Monat verkündete Aussicht auf gut 20 neue Mitarbeiter bis zum Sommer kann vermutlich schon bis Ende März nahezu Realität werden.

Aus Hamburg angereist war Ralf Tiedemann von der getaline GmbH, einem Partnerunternehmen von callplus, das bei der Vermittlung von Kundenaufträgen aktiv  ist. Er  lobte die sich auf viele  Vergleiche stützende Zusammenarbeit mit der Stadt Finsterwalde im Vorfeld der Ansiedlung als sehr gut. Sängerstadt-Bürgermeister Jörg Gampe (CDU) dankte für den Mut an einem Standort zu investieren, an dem zu besten Zeiten mehr als 1000 Menschen beschäftigt  gewesen seien und der nicht zuletzt durch den Wegzug des Finanzamtes an Bedeutung verloren  hatte. Es sei noch genug Platz für eine Unternehmenserweiterung, richtete der Bürgermeister seinen Blick mit besten Wünschen für unternehmerischen Erfolg in die Zukunft.

Die mit der Ansiedlung verbundene Belebung können auch Stephan Scholz und Carsten Schultz von der Scholz & Schultz GbR als Vermieterin des Objektes nur begrüßen. Die jetzt von callplus genutzte Fläche von rund 350 Quadratmetern könnte problemlos auf die gesamte Etage ausgedehnt werden. Für die insgesamt vorrätigen 12 000 Quadratmeter am Standort Oscar-Kjellberg-Straße 15 bis 17, die seit Januar 2018 im Besitz der GbR sind, seien weitere unternehmerische Ideen willkommen, unterstreichen Stephan Scholz und Carsten Schultz.

Dass sich unmittelbar vor ihrer Haustür eine Arbeitsgelegenheit bietet, bei der sich Familie und Beruf verbinden lassen,  freut Yvonne Grieshaar aus Sallgast. Arbeit in drei Schichten und das Großziehen von drei Kindern waren für sie nicht mehr vereinbar und so ergriff sie die Chance, bei callplus einzusteigen. Seit Januar  zunächst zwischen Cottbus und Henriette pendelnd, ist sie nun in Finsterwalde angekommen. Auch Melanie  Werner freut sich über ihren Neuanfang. „Für die Modebranche tätig zu sein, gefällt mir“, sagt die 24-Jährige, die eine Perspektive im Unternehmen erkennen kann. Für Cornelia Ackermann, die seit neun Jahren zwischen Cottbus und Crinitz pendelt, ist allein der Arbeitsweg nach Finsterwalde ein Geschenk. Für die Finsterwalderin Astrid Haase, die nach elf Jahren bei callplus in Cottbus ab dem 1. April in den Ruhestand geht, ist die Zweigstelleneröffnung Motivation, „nun doch noch ein bisschen weiter zu  machen“.

Kerstin Schönemann, Betriebsassistentin bei callplus in Cottbus, absolviert in der kommenden Woche  eine neue Runde von Vorstellungsgesprächen. Das im engen Zusammenwirken mit der Agentur für Arbeit vom Unternehmen in der Region gesehene Potenzial an Arbeitskräften hatte letztendlich zur Entscheidung geführt, mit einer Zweigstelle zu den Menschen zu gehen. Und so dem in Cottbus nach eigenen Angaben nicht mehr vorhandenen Potenzial ein Schnippchen zu schlagen. Dass die Stadt Finsterwalde schon vor Jahren als Unternehmensstandort offensiv auf sich aufmerksam gemacht hatte, war bei callplus  nicht in Vergessenheit geraten. Die jetzt gefeierte Ansiedlung gibt Bürgermeister  Jörg Gampe in seiner Überzeugung recht: Wirtschaftsförderung braucht Vorlauf.