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Sängerstadtregion
Kommunen erstellen Leerstandsregister

Massen. Eine kartografische Datenbank soll Fragen zu Altersstruktur und Leerstand beantworten. Von Daniel Friedrich

Die Städte Doberlug-Kirchhain und Sonnewalde sowie das Amt Kleine Elster lassen derzeit ein gemeinsames Leerstandskataster erstellen. Mithilfe verschiedener Quellen soll eine kartografische Datenbank entstehen, die Informationen über die Altersstruktur der Bewohner und den Leerstand von Wohnraum abbildet. Ziel ist es, mit den gewonnenen Daten eine verlässliche Planungsgrundlage für die Entwicklung der sozialen und technischen Infrastruktur zu schaffen. „Dabei geht es um die Fragen, wohin nachhaltige Investitionen fließen können und um welche Regionen sich verstärkt gekümmert werden muss – beispielsweise weil die Altersstruktur problematisch ist“, erklärt Michael Pinetzki vom beauftragten Projektbüro ContextPlan aus Berlin. Das Kataster sei Teil der Daseinsfürsorge im ländlichen Raum. Anhand der demografischen Daten und wissenschaftlicher Annahmen ließen sich Vorhersagen darüber treffen, wann und wo zukünftig Leerstand zu erwarten sei. „Diese Darstellung soll insbesondere auch den Gemeindevertretern helfen, um frühzeitig auf Entwicklungen reagieren zu können“, sagt Michael Pinetzki.

Zudem streben die drei teilnehmenden Kommunen an, attraktive leerstehende Gebäude gemeinsam besser zu vermarkten, um sie wieder nutzbar zu machen.

Das rund 20 000 Euro teure Projekt wird zu 80 Prozent aus EU-Fördermitteln finanziert. Nach Angaben von ContextPlan sind erste Karten bereits fertiggestellt. Diese würden nun teilweise nacherhoben. Das gesamte Leerstandskataster soll der Öffentlichkeit voraussichtlich im März präsentiert werden.