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Sängerstadt-Zentrum wird schmucker

Finsterwalde. "Die Leipziger Straße ist im Kommen", sagt Uwe Brenner von der Deutschen Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft (DSK), der die Sängerstadt seit mehr als 20 Jahren bei der Sanierung des Zentrums betreut. Er verweist auf die Bedeutung solcher Initialzündungen, wie sie in der Leipziger Straße schon 2011 von drei Familien ausgegangen war, die zwei alte Häuser aus dem 19. Gabi Böttcher

Jahrhundert wieder in Schuss gebracht hatten. Junge Rückkehrer nehmen sich jetzt des Hauses Leipziger Straße 46 an, so Brenner.

Für das gesamte Stadtgebiet seien solche Initialzündungen wichtig. In der weiterführenden Oscar-Kjellberg-Straße ist im August Richtfest bei der Sanierung der Villa des Finsterwalder Tuchfabrikanten Richard Schaefer gefeiert worden. Auf dem angrenzenden Grundstück Nummer 3 will die Wohnungsgenossenschaft Finsterwalde ab kommendem Jahr gefragten innerstädtischen Wohnraum schaffen. Ein paar Schritte weiter soll aus dem als Magnolienhaus bekannten, lange verwaisten Gebäude dank privater Investoren nun ein Mehrfamilienhaus entstehen. Im kommenden Jahr würden auch hier Fortschritte sichtbar werden. Für das Haus Leipziger Straße 5 liegt inzwischen ein Abrissantrag beim Landkreis vor. Um dieses sogenannte Gessner-Haus kümmert sich die Sparkassentochter Spk Objektentwicklungsgesellschaft mbH. Die im vorigen Jahr in einem studentischen Wettbewerb entwickelten Ideen für die Baulücke in der Leipziger Straße 22/24 in Finsterwalde warten noch darauf, von Investoren aufgegriffen zu werden. Uwe Brenner gelassen: "Manche Dinge brauchen Zeit und sollten ein bisschen reifen."

Nach wie vor gilt für Hauseigentümer, die der Sogwirkung anderer und den städtischen Straßensanierungen im Zentrum folgen möchten, ein Förderangebot in Höhe von 2500 Euro. Diese Unterstützung soll helfen, die vorhandene Bausubstanz zu untersuchen und auf dieser Basis ein Konzept für die Entwicklung des jeweiligen Hauses zu erarbeiten. Zehn solcher - in der Stadt Grobchecks genannten - Untersuchungen sind inzwischen erfolgt, drei befinden sich in der Vorbereitung.

Um nicht nur der Finsterwalder Innenstadt einen weiteren Schönheitsschub zu geben, hat die Sparkasse Elbe-Elster ein Sonderkreditprogramm für die Fassadensanierung aufgelegt. Hauseigentümer in Einkaufsstraßen der Innenstädte von Elbe-Elster können Darlehen ab 10 000 Euro und bis zu 50 000 Euro für einen Zinssatz von 0,40 Prozent (bis zu vier Jahre) erhalten. "Schöne Fassaden für einladende Einkaufsstraßen" heißt das Motto, mit dem die Sparkasse Hauseigentümern einen Motivationsschub geben möchte.