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Sängerstadt-Gymnasium trifft Viva Italia

Sängerstadt-Gymnasiasten auf der Insel Capri, wo sie das Lieblingseis des Lehrers testeten.
Sängerstadt-Gymnasiasten auf der Insel Capri, wo sie das Lieblingseis des Lehrers testeten. FOTO: Gymnasium
Leser schreiben. Auch in diesem Schuljahr standen wieder zu Beginn die Kursfahrten der Jahrgangsstufe 12 des Sängerstadt-Gymnasiums Finsterwalde an. Darleen Modemann schreibt: Es gab eine Studienfahrt nach St.

Petersburg, eine Gruppe besuchte Prag und zwei weitere gingen nach Italien, in die Toskana sowie nach Sorrent und Rom.

37 Schüler starteten gemeinsam mit den Lehrern Frau Biesold und Herr Steinemann voller Vorfreude die 20-stündige Busfahrt nach Sorrent. Trotz Regens bei unserer Ankunft im Camp ließen wir uns unsere gute Laune nicht verderben. Nach einem typisch italienischen Mittagessen mit Spaghetti und etwas Zeit zum Entspannen nach der langen Fahrt legte sich auch der Regen, und wir fuhren in die Innenstadt Sorrents, um einen ersten Eindruck von dieser zu bekommen.

Am nächsten Tag stand zuerst eine Kraterwanderung auf Italiens bekanntesten Vulkan, den Vesuv, an. Dank unseres sprach- und fachkundig kompetenten Guides erlebten wir eine großartige Führung entlang des Vesuvs, die von vielen atemberaubenden Ausblicken geprägt war.

Im Anschluss besuchten wir die antike Stadt Pompeji, welche 79 nach Chr. nach dem heftigen Ausbruch des Vesuvs zerstört wurde. Neben den Gipsabgüssen der verstorbenen Bewohner Pompejis und den Überresten der vielen Gebäude, Straßen und Brunnen bekamen wir durch unseren Stadtführer einen tollen Einblick in das Leben der damals so blühenden Stadt.

Am dritten Tag unserer Reise folgte ein weiterer Höhepunkt: ein Besuch der wunderschönen Insel Capri.

Nach einer 45-minütigen Überfahrt mit Speed-Booten erreichten wir diese, Herr Steinemann zeigte uns gleich am Anfang seinen Lieblingseisstand mit dem besten Zitroneneis Capris. Nach Freizeit auf der Insel, die wir zum Erkunden oder Badengehen nutzten, folgte eine Inselumrundung mit den Booten. Am Mittwoch ging es in die "ewige Stadt": Italiens Hauptstadt Rom. Nach einem ersten Besuch des Petersplatzes hatten wir genug Zeit, diese schon einmal auf eigene Faust zu erkunden. Trevi-Brunnen, die Spanische Treppe und das Pantheon waren ein Muss.

Unser vorletzter Tag führte uns in die "Vatikanischen Museen" mit prachtvollen Gemälden, Statuen und Kunstobjekten. Von dort gelangten wir direkt in den Petersdom. Hier nutzten viele von uns auch die Möglichkeit, in die Kuppel des Doms hinaufzusteigen und von dort aus einen großartigen Blick über die Vatikanstadt und ganz Rom zu erhalten.

Der großartige Abschluss unserer Reise war am Freitag der Besuch von Italiens berühmtester Gladiatoren-Arena, dem Kolosseum, bevor wir die Heimreise antraten.

Herbstolympiade an Grundschule Nord

Tag der offenen Tür mit olympisch warmem Herbstwetter an Finsterwaldes Grundschule Nord, schreibt Schulreporter Olaf Ertle:

Wir Sechstklässler führten unter Anleitung der Lehrer die zwölf spannenden Wettbewerbe eigenverantwortlich durch. Diese wurden von unseren Mitschülern der Klassen 2 bis 5 in altersgemischten Gruppen absolviert.

Das Besondere war, dass die Schüler der 5. Klasse die jeweilige Gruppe von Station zu Station führen mussten. Mithilfe eines Lageplans orientierten sich die "Chefs" und folgten dem "blauen Faden". Beim Torwandschießen wurde der beste Schütze gesucht, beim Kienzapfenweitwurf der beste Werfer und beim Obstwiesenquartett die Gruppe mit guten Kenntnissen über Kirsche, Apfel und Co. Es galt, Rekorde in der Tier- und Pflanzenwelt zu schätzen oder sich Zungenbrecher beim Orientierungslauf im Arboretum zu merken. Beim Fühlboxenwettstreit wurden vielerlei Früchte der Natur, aber auch künstliche Dinge ertastet. Die Mannschaft, die die meisten Richtigen hatte, durfte dann noch in die "Special Box" greifen. Justin Baumert erfühlte tatsächlich ein Buch mit Schatzkammer und gewann prompt deren Inhalt.

Beliebt war die Weitsprungstation. Mit Gewichten wie in der griechischen Antike mussten die Schüler aus dem Stand in die Sandgrube springen und wurden dann mit dem goldenen Lorbeerkranz geehrt. Bei der ersten Klasse gab es auch sehr viele Stationen wie Kartoffeldruck, Spaßaufgaben in Deutsch, Mathe und Sachunterricht sowie einen eigenen Sinnespfad.

Am Vormittag konnten sich die Gäste von den Schülerlotsen durch das Schulgelände und -haus geleiten lassen, die Schüler bei ihren Aktivitäten beobachten und sich auch beim Kuchenbasar im Speiseraum stärken.

Am Abend startete unser Schulfest mit Lampionumzug und Musik der Wehnsdorfer Blasmusikanten. Die Horterzieher veranstalteten einen Flohmarkt, und die Kinder, Eltern, Großeltern, ehemalige Schüler, viele Gäste und Lehrer feierten an den Ständen der Klassen. Viele Schüler besuchten auch die Disco im Speisesaal, die Familie Pielenz organisiert hatte.

Wir Schulreporter interviewten viele Schüler, Lehrer und auch die Gäste der Kita Sonnenschein und erfuhren dabei, dass es allen sehr viel Spaß gemacht hat.

Parlamentarier sollten Vorbild sein

Der Ortsverband Finsterwalde das Brandenburger Seniorenverbandes hat den Potsdamer Landtag besucht. Margit Herrmann schreibt:

Ende September starteten unsere Mitglieder mit einigen Gästen in Richtung Potsdam. Vor dem Schloss Sanssouci wartete eine Stadtführerin auf uns, die die Geschichte der Schlösser und des Parks schilderte. Besonders die von König Friedrich II., der an die Bauwerke mit Sparsamkeit heranging und deshalb das Schloss Sanssouci nur ebenerdig bauen ließ. Wir erfuhren an seinem Grab neben seinen geliebten Windspielen die Odyssee seiner Grablegung. Auf seinem Grab lagen wie immer Kartoffeln zur Erinnerung an seine Initiative zur Einführung als Volksnahrungsmittel in Preußen.

Im Anschluss hatten wir bei einer kleinen Stadtrundfahrt die Gelegenheit, das Villenviertel am Heiligensee und Alexandrowka anzuschauen. Wir konnten auch feststellen, dass Potsdam aus allen Nähten platzt und wie auf dem Bornstedter Feld ein neues Wohngebiet entsteht mit intakter Infrastruktur für viele junge Familien mit kleinen Kindern und Studenten.

Am zeitigen Nachmittag besuchten wir den Potsdamer Landtag, zuerst jedoch die Kantine zur Stärkung. Danach sahen wir noch ein archäologisches Kleinod, einige Grundmauern und Pflastersteine des ehemaligen Stadtschlosses. Wir lauschten dann eine Stunde im Plenarsaal den Debatten. Mit Stolz hat uns erfüllt, dass wir vom amtierenden Präsidenten des Landtages als Sängerstädter begrüßt wurden.

Schuldebatten und Fragestunde waren für uns recht interessant, aber der Umgang miteinander, der in Parteienstreit bzw. -abwertung gipfelte, war doch sehr befremdlich. Wir meinen, unsere Volksvertreter, die wir gewählt haben, sollten sich im Landtag ausschließlich mit Sachfragen beschäftigen und sich nicht gegenseitig den Schwarzen Peter zuschieben. Alle wundern sich über den rüden Umgang miteinander in unserer Gesellschaft. Da wäre eine Vorbildfunktion des Parlaments mehr als angebracht. Das ist das Verständnis unserer Generation von Demokratie! Dieser Schlagabtausch gehört in die Ausschüsse!

Nach dem Besuch im Plenarsaal hatte der CDU-Landtagsabgeordnete Rainer Genilke noch für uns die Zeit, einiges über die Arbeit im Landtag zu berichten.