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| 18:47 Uhr

Echte Stimmgewalt erlebt
Sängerfest in Lettland – ein Erlebnis!

Die vier Finsterwalder Sänger und der Frauenchor Finsterwalde gemeinsam auf der Bühne in Salaspils.
Die vier Finsterwalder Sänger und der Frauenchor Finsterwalde gemeinsam auf der Bühne in Salaspils. FOTO: Klaus Mayer
Finsterwalde. Vertreter der Stadt, der Frauenchor und die vier Finsterwalder Sänger waren in Salaspils zu Gast.

Der Frauenchor, eine 4-köpfige Abordnung der Stadt und die vier Finsterwalder Sänger waren vom Bürgermeister der Stadt Salaspils vor wenigen Tagen zum XXVI. Sängerfest nach Lettland eingeladen.

„Ein straff organisiertes Programm erwartete uns“, berichtet Klaus Mayer, einer der vier Finsterwalder Sänger. Neben dem Besuch des lettischen Nationalmuseums, dem Daugava-Museum, dem Nationalen Botanischen Garten, des Motorenmuseums (alles in Riga) sowie eines tollen Schulkomplexes in Salaspils standen noch vier weitere Höhepunkte an.

Am ersten Abend konnte eine kleine Abordnung das XVI. Tanzfestival in Riga genießen. Dort zeigten 18 000 Tänzerinnen und Tänzer die Geschichte Lettlands vom 12. bis zum 21. Jahrhundert. „Das war eine atemberaubende Aufführung“, schreibt Klaus Mayer.

Die übrigen Delegationsmitglieder gestalteten aus dem Stegreif einen geselligen Übungsabend, der die Finsterwalder Sängerinnen und Sänger zu einem „gemischten Chor“ zusammenführte.

Der zweite Abend war geprägt durch das gemeinsame Konzert in Salaspils. Schon diese erstmalige Gemeinsamkeit sei eine Herausforderung gewesen, die aber gut ankam.

Der absolute Höhepunkt dieser Reise war die mehr als dreistündige Generalprobe auf der Mezapark-Open-Air-Bühne. Klaus Mayer beschreibt: „Zu Ehren des 100. Jubiläums der Unabhängigkeitserklärung von Lettland vereinte dieses Konzert 12 000 Sängerinnen und Sänger auf einer gewaltigen Bühne. Das erzeugte nicht nur Gänsehaut, auch so manche Träne ließ sich nicht verhindern.“

Die unterschiedlichen Trachten, die Perfektion der Auf- und Abgänge der Sänger und besonders die überwältigende Stimmgewalt und Klangfülle seien atemberaubend gewesen. Die Pflege des traditionellen Liedgutes ist offensichtlich untrennbar mit der Identität der Letten verbunden. Diese alle fünf Jahre stattfindenden Festivals führten von 1987 bis 1991 zu „singenden Protesten“, heute als die singende Revolution bekannt.

Bei dem Ertönen von alten Volksliedern zeigte sich der Nationalstolz der Letten – alle Besucher erhoben sich von ihren Plätzen! Diese Stimmung ergriff auch die Gäste beim gemeinsamen Konzert des Finsterwalder Frauenchores mit den vier Sängern.

„Schon vor dem Auftritt gingen wir vier ,Schwarzen’ etwa drei Stunden durch den weiträumigen Park und sangen vielmals das Sängerlied. Da wir zwei Zeilen des Refrains in Lettisch eingeübt hatten, öffnete das sicherlich die Herzen. Bei der Eröffnung des Konzertes mit dem Sängerlied gab es durch die mehreren Hundert Zuschauer tosenden Applaus. Was für ein Gefühl. Als wir am Ende gemeinsam das alte lettische Volkslied ,Wehe lieber Wind…’“, sangen, erhoben sich die Zuhörer von ihren Plätzen und sangen mit. Uns stockte der Atem!“, schildert Klaus Mayer. Der Finsterwalder versichert: „Diese ereignisreichen Tage werden wir alle nicht vergessen. Wir bedanken uns bei den Organisatoren und den Sponsoren, die uns diese beeindruckenden Erlebnisse ermöglichten.“

(pm/leh)