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Sabine Rudo und Louise Albrecht feiern Doppelsieg

Finsterwalde. Den Lokalmatadorinnen Sabine Rudo und Louise Albrecht ist der Auftakt des Triathlon-Jahres bei der "TriaHatz" des SV Neptun 08 in der Sängerstadt bestens gelungen. Beide verteidigten ihre beim Schwimmen errungene Führung im Wettkampfverlauf und fanden sich auf den Plätzen eins und zwei wieder, mit persönlichen Bestzeiten von 66 und 69 Minuten. Gustav Paul

Die Gastgeber-Männer Andreas Pohle (61 Minuten) und Rene Modlich (68 Minuten) landeten auf den Plätzen fünf und 13. Sieger wurde Julian Hellwig aus dem Erzgebirge mit rund 60 Minuten, knapp vor einem Berliner und einem weiteren Sachsen nur wenige Sekunden dahinter.

Tapfer wetteiferten auch die anderen Finsterwalder: Torsten Heitmann (74 Minuten), Tosten Seidel (75), Martin Lademann und Daniel Müller (beide 78), Gitte Rumsch und Johannes Jakob (beide 85), Grit Albrecht (86) und Rudi Lehmann (90).

Die schnellsten Schwimmer hatten für die 750 Meter 9:53 beziehungsweise 10:23 Minuten gebraucht. Die schnellsten Radfahrer fuhren die 20 Kilometer in 30:52 und 34:56 Minuten. Beim 5-km-Abschluss liefen die Asse unter 17 Minuten. Aus den Nachwuchs-Wettkämpfen gingen als Sieger hervor: Ronja Seidel und Lucie Kroschel sowie Erik Modlich als bester Jugendlicher. Zweite wurden Anne Kroschel und Marius Neuber. Auf den dritten Plätzen landeten Torben Modlich und Leonie Rink.

Von 7 bis 15 Uhr beherrschte dieser Triathlon die Schwimmhalle samt Umgebung. Aufwand und Ablauf beeindruckten. Das Elite-Rennen dauerte über zwei Stunden. Die drei Nachwuchs-Wettkämpfe brauchten jeweils rund eine Stunde. Mit der letzten Siegerehrung lagen alle Ergebnislisten samt Urkunden vor - dank des Zeitnahme-Quartetts Dirk Kauer, Bernd-Uwe Kuplich, Bernd Töpfer und Silvio Nauck. Schneller geht es nicht. Dafür gesorgt hatten die Disziplin-Chefs und ihre 60 Helfer. Einen Volkslauf zu organisieren, ist im Vergleich zu einem solchen Triathlon ein Kinderspiel. Im SV Neptun 08 weiß man von der Kompliziertheit. Denn bevor da als Abschluss gerannt wird, ist das kraft- und zeitraubende Radfahren zu schaffen und davor noch das Schwimmen.

Seit 30 Jahren übt man sich in der Sängerstadt an diesem Sport und hat die "TriaHatz" auch 2015 wieder angesetzt, obwohl mit dem "finsterwalder dutzend" der eigentliche Jahresschwerpunkt genannt worden war.

Ein Ausweg aus der drohenden Überlastung der ehrenamtlichen Macher schien die Verteilung der Aufgaben auf die Schultern neuer Leute zu sein. Und das klappte. Statt der alt gewordenen Homagks - mit deren alles bedenkenden Universalität - setzten die Athleten-Eltern Hesse-Krüger und Seidel auf Aufgabendelegierung und generalstabsmäßige Führung. Neubers, Löschkes, Pötzschens, Acksteiners, Modlichs, Werners, Rinks, Pukrops und Reicherts stiegen voll ein. Sie machten den Neuanfang glaubhaft, hatten alles im Griff und Spaß am gemeinsamen Werk.