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| 18:42 Uhr

Mit 26 Jahren Tanzshow kreiert
Robert rockt den Admiralspalast

Robert Beitsch, hier mit Tanzpartnerin Anastasia Bodnar, bringt im September seine erste eigene Show auf die Bühne – an der Friedrichstraße.
Robert Beitsch, hier mit Tanzpartnerin Anastasia Bodnar, bringt im September seine erste eigene Show auf die Bühne – an der Friedrichstraße. FOTO: Andre Nicke
Berlin/Sonnewalde. Bei der Tanzshow Let’s dance musste sich Robert Beitsch aus Sonnewalde am Freitag verabschieden. Mit seiner ersten eigenen Tanzshow will der 26-Jährige nun an drei Abenden im September im Berliner Admiralspalast für Furore sorgen. Von Gabi Böttcher

Profi-Tänzer Robert Beitsch aus Berlin, der in Schönewalde  und Sonnewalde im Elbe-Elster-Land aufgewachsen ist, erfüllt sich einen Traum. Soul dance heißen die Zauberworte, die der ersten eigenen Tanzshow des 26-Jährigen Titel und Inhalt zugleich geben. Einem großen Publikum ist Robert als Trainer in der RTL-Show Let’s dance bekannt geworden. Mit Sarah Lombardi erreichte er bei seiner ersten Teilnahme im Jahr 2016 auf Anhieb den Vize-Rang. Mit Profiboxerin Susi Kentikian kam er im vorigen Jahr bis in die sechste Runde. Am vorigen Freitag musste er – völlig überraschend nicht nur für seine Fans – in der aktuellen Staffel der Show nach Runde zwei „Auf Wiedersehen“ sagen. Mit dem Slowfox zu Madonnas „Like a virgin“ holte er sich mit Tanzpartnerin Jessica Paszka von der Jury zwar 16 Punkte und schien damit auf der sicheren Seite. Doch die Show geht nach Ostern ohne Jessica und Robert weiter. „Das müssen wir erst einmal verdauen“, so Robert. Es sei das Nonplusultra für einen Tänzer, sich bei Let‘s dance einem Millionen-Publikum zu präsentieren und gern hätte er sich auch in diesem Jahr mit seiner Partnerin weiter nach vorn getanzt. Eine neue Chance in der nächsten Staffel würde Robert selbstverständlich erneut mit voller Power beim Schopfe packen, blickt er bereits wieder voraus. Jetzt wendet er sich mit gewohnter Energie einem anderen Traum zu, den er schon vor seiner Begegnung mit Let’s dance träumte.

Eine eigene Tanzshow zu kreieren, beschäftigt Robert Beitsch seit mindestens vier Jahren. Da begann er damit, sich gezielt in   Theatern, Opern und anderen Veranstaltungshäusern umzusehen, um zunächst einen geeigneten Raum für sein Projekt zu finden. Im Berliner Admiralspalast übermannte ihn im vorigen Jahr schließlich das ultimative Gefühl: „Das ist es“. Dass er die Bühne dieses renommierten Hauses in der Berliner Friedrichstraße für drei Abende im September für seine  Show buchen konnte, darf seinem überzeugenden Konzept zugeordnet werden. „Sie haben wohl gemerkt, dass ich kein  Laberer bin“, sagt Robert in seiner sympathisch bescheidenen und zugleich bestimmten Art. Dass in jenem altehrwürdigen Hause vor 105 Jahren das erste deutsche Tanzturnier in den Paartänzen und vor 98 Jahren die erste deutsche Meisterschaft im Turniertanzen stattgefunden haben, bestärkt ihn in seiner Wahl. Als gutes Omen kann er es wohl ebenfalls verstehen.

Wenn Robert Beitsch, der seit 2012 im Berliner Tanzsportclub Grün-Gold den Nachwuchs trainiert, vom Tanzen spricht, befindet er sich schnell in (s)einer anderen Welt. In diese Welt will er sein Publikum im September im Admiralspalast entführen. Produktion, künstlerische Leitung, Choreografien – für alles hat der 26-Jährige den Hut auf. Roter Faden ist der Paartanz in seiner ganzen Vielfalt. „Es gibt so viele Paartänze auf der Welt. Von vielen wissen wir hier in Europa gar nichts. Oder wir tanzen sie in ihrer europäischen Form und wundern uns, warum ein Brasilianer lächelt, wenn wir Samba tanzen“, sagt der Experte. Um diesem Phänomen auf den Grund zu gehen, begab sich Robert extra für ein paar Tage  in die Heimat des brasilianischen Volkstanzes mit afrikanischen Wurzeln. Erzählt er von seinen Erlebnissen, so gehen musik- und tanztheoretische Ausführungen einher mit praktischen Demonstrationen von Schrittfolgen und Körperführung.

Penelope Zschäbitz und Albert Kostarev sind Schüler von Robert Beitsch. Auch sie werden die Show im Admiralspalast mitgestalten.
Penelope Zschäbitz und Albert Kostarev sind Schüler von Robert Beitsch. Auch sie werden die Show im Admiralspalast mitgestalten. FOTO: Filmkollektiv Natalia

An den Abenden des 21., 22. und 23. September soll im Berliner Admiralspalast ein Feuerwerk der Paartanz-Kunst entfacht werden. 20 Nummern in zwei Stunden. 21 Profi-Tänzer, jeder von ihnen mit Meisterehren vom Berliner bis hin zum Weltmeister versehen, bringen den Tanz-Traum auf die Bühne. Mit dabei ist natürlich   Anastasia Bodnar, Roberts langjährige Profi-Tanzpartnerin. Hinzu kommen fünf Promis, deren Namen Robert Beitsch im Moment noch unter Verschluss hält. Überzeugen konnte er von seinem Konzept gestandene Musiker und Sänger, die sich eigens für das Projekt zur „Soul dance Band“ zusammentun, zuvor jedoch in anderen großen Projekten miteinander gearbeitet haben und sich kennen. „Soul dance bringt sie alle zusammen  auf einer künstlerischen Welle“, gerät Robert schon jetzt ins Schwärmen. Drei Designer und zwei Schneider sorgen dafür, dass sich Tanz, Musik und Kostüme zu einem künstlerischen Ganzen vereinen. „80 Prozent der Kostüme werden extra angefertigt. Zwei Röcke habe ich aus Andalusien mitgebracht. Für den Flamenco“, erzählt Robert Beitsch. Seit vier Jahren horte er Stoffe und Accessoires, nach denen er auf  Reisen stets Ausschau gehalten habe.

Am 1. Juli soll es mit der gesamten Crew den großen Soundcheck im Admiralspalast geben. Bei allem, was Robert Beitsch von den bereits über die Bühne gegangenen Vorbereitungen erzählt, mag man diesen, seinen Worten glauben: „Das wird eine sehr imposante, abwechslungsreiche Show für jeden, der Musik und Tanz liebt. Freude, Erstaunen, ja schockiert sein – große Gefühle tragen bis ins Finale, das eine Show für sich ist.“

Und Robert Beitsch sagt zum Schluss: „Ich würde gern das Haus mit Finsterwaldern und Freunden aus der Niederlausitz voll bekommen. Und vielleicht noch ein Tip. Am Freitag zur Premiere gibt es einen roten Teppich und Prominenz im Publikum.“