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| 15:47 Uhr

Mietvorverträge sind schon unterschrieben
Richtfest für „weiteres Juwel“ in der Stadt

 Baldige Fertigstellung verkündet der Richtkranz hoch über dem Neubau an der Oskar-Kjellberg-Straße 3.
Baldige Fertigstellung verkündet der Richtkranz hoch über dem Neubau an der Oskar-Kjellberg-Straße 3. FOTO: Jürgen Weser
Finsterwalde. Die Wohnungsgenossen- schaft Finsterwalde freut sich über ersten Neubau nach 30 Jahren in der Oscar-Kjellberg-Straße 3 und sagt vielfach Danke. Von Jürgen Weser

„Wow, wir freuen uns sehr“, sprudelte es aus Gabriele Brungart am Dienstagnachmittag heraus. Die Freude waren ihr und ihrem Vorstandskollegen Ullrich Witt von der Wohnungsgenossenschaft (WoGe) Finsterwalde ins Gesicht geschrieben. Beim Richtfest des ersten genossenschaftlichen Neubaus seit 30 Jahren in der Sängerstadt bedankten sie sich bei den vor allem regionalen Baufirmen und Handwerksbetrieben, beim Aufsichtsrat der WoGe, bei der Stadt für „ein unkompliziertes Miteinander, und bei den Nachbarn für das Verständnis während des Baugeschehens.“

Natürlich galt der Dank vor allem auch dem eigenen Projektteam unter Leitung von Stefan Höhne und der Architektin Johanna Gregor vom Ingenieurbüro Schiementz in Meuro. „Noch viel länger könnte das Dankeschön ausfallen“, lag es Gabriele Brungart am Herzen. Stephan Herrmann von Holzbau Herrmann Finsterwalde wünscht dem Bauwerk mit dem Richtspruch alles Gute und wirft nach altem Brauch das Sektglas an die Wand. „Scherben bringen Glück.“ Ohne Fehlschlag und fröhlichen Gemüts hämmern Ullrich Witt und Gabriele Brungart den letzten Nagel ins Gebälk.

Die Freude ist verständlich. Wird das attraktive Wohnhaus an der Nahtstelle zur Leipziger Straße gleich neben dem Kreuzungsbereich doch „ein weiteres Juwel“ für die Stadt sein, worüber sich auch Bürgermeister Jörg Gampe freut. Sechs Wohnungen können voraussichtlich, so jedenfalls das Ziel der WoGe, bis zum Jahresende bezogen werden. Die Mietvorverträge für die barrierefreie Wohnung im Erdgeschoss sind bereits geschlossen, auch die je zwei Appartments mit zwei und drei Zimmern zwischen 70 bis 85 Quadratmetern in den Etagen darüber und die große Dachgeschosswohnung mit 130 Quadratmetern sind schon vergeben.

 Unter wehendem Richtkranz freuen sich Gabriele Brungart, Zimmerer Stephan Herrmann und Ullrich Witt auf einem zukünftigen Balkon über den Neubau.
Unter wehendem Richtkranz freuen sich Gabriele Brungart, Zimmerer Stephan Herrmann und Ullrich Witt auf einem zukünftigen Balkon über den Neubau. FOTO: Jürgen Weser

Bei der Innengestaltung der Wohnungen können die Mieter ihre Vorstellungen zum Beispiel über Fußbodenbeläge, Fliesen in den Bädern und Ähnliches mit einbringen, denn man sei an langfristigen Mieterbindungen interessiert. Großzügige Raumgestaltungen und Balkone bestaunten die Gäste des Richtfestes. Der ursprünglich nicht geplante, aber im Planungsprozess ergänzte Aufzug mache die Objekte noch viel attraktiver, so Projektleiter Stefan Höhne.

Mit ihrer Investition in den Straßenausbau der Leipziger- und Kjellberg-Straße habe die Stadt den Bauboom an der Oscar-Kjellberg-Straße entscheidend befördert, sind Gabriele Brungart und Ullrich Witt überzeugt. Auch das Interesse der Wohnungsgenossenschaft Finsterwalde war schnell geweckt. 2015 habe man die Idee entwickelt, habe das verwahrloste Grundstück mit dem Altbau von der Erbengemeinschaft gekauft, ein Nachbargrundstück dazu gekauft, den Abriss realisiert und schließlich am 5. November 2018 das Baurecht erhalten. „So konnte am 13. November der erste Spatenstich vollzogen werden und jetzt Richtfest des fortgeschrittenen Bauwerks gefeiert werden“, skizzierte Gabriele Brungart den nicht einfachen Prozess des Planungs- und Bauablaufes.

Die Investitionssumme von insgesamt 1,6 Millionen Euro sehen Vorstand und Aufsichtsrat der WoGe als bestens angelegtes Geld zur weiteren Erhöhung der Attraktivität der Stadt. Als Bauherr im Rahmen ihrer genossenschaftlichen Möglichkeiten ist die WoGe Finsterwalde auf den Geschmack gekommen. In der Schillerstraße 4 wird das nächste Wohnhaus mit voraussichtlich zehn Wohnungen entstehen, bestätigt Ullrich Witt.

 Die Mietvorverträge für die Wohnungen sind schon unterschrieben – auch für das 130 Quadratmeter große Dachgeschossdomizil. Voraussichtlich bis zum Jahresende können die insgesamt sechs Wohnungen bezogen werden.
Die Mietvorverträge für die Wohnungen sind schon unterschrieben – auch für das 130 Quadratmeter große Dachgeschossdomizil. Voraussichtlich bis zum Jahresende können die insgesamt sechs Wohnungen bezogen werden. FOTO: Jürgen Weser