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| 12:29 Uhr

Landgericht Cottbus
Revision nach Urteil zu Finsterwalder Raubmord eingelegt

Wegen zweier Tötungsverbrechen verhängte das Landgericht Cottbus gegen Romans S. fast 15 Jahre Haft und anschließende Sicherungsverwahrung.
Wegen zweier Tötungsverbrechen verhängte das Landgericht Cottbus gegen Romans S. fast 15 Jahre Haft und anschließende Sicherungsverwahrung. FOTO: Christian Taubert / Medienhaus Lausitzer Rundschau
Cottbus/Finsterwwalde. Der nach dem Raubmord von Finsterwalde vom Landgericht Cottbus wegen Totschlags und Mordes verurteilte 35-Jährige hat Revision gegen den Richterspruch eingelegt. Das wurde am Sonntag bekannt.

Der 35-Jähriger habe wie ein Nebenkläger Revision eingelegt, erklärte das Landgericht auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Der drogenabhängige Angeklagte war am Montag zu einer Haftstrafe von 14 Jahren und 9 Monaten verurteilt worden.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der aus Lettland stammende Mann Ende Januar 2017 einen 65 Jahre alten Bekannten in dessen Wohnung in Finsterwalde (Elbe-Elster) attackiert hat. Das Opfer starb an seinen Verletzungen. In diesem Fall geht das Gericht von Totschlag aus. Zwei Tage später tötete der Mann in Berlin einen Drogenverkäufer, um an Rauschmittel zu gelangen. Die Richter stuften diesen Fall als Mord ein.

Der Verurteilte hatte im Prozess ein Teilgeständnis abgelegt und zugegeben, den 65-Jährigen zusammengeschlagen zu haben. Mit dem Tod des Drogenverkäufers will er nichts zu tun gehabt haben. Die Verteidigung hatte im Fall des getöteten Rentners eine Höchststrafe von fünf Jahren gefordert und in dem anderen Freispruch. Die Staatsanwaltschaft wollte lebenslange Haft.

(dpa/bob)