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| 17:04 Uhr

Landtagsabgeordneter im Praxistest
Rainer Genilke bewegt Mülltonen und sortiert Abfall

Der CDU-Landtagsabgeordnete Rainer Genilke hat sich auch in diesem Jahr wieder  einem Praxiseinsatz gestellt – diesmal während eines Praktikums bei der Remondis Brandenburg GmbH. Spezialist Paul Kämmerer (r.) wachte in Herzberg darüber, dass alles glatt lief.
Der CDU-Landtagsabgeordnete Rainer Genilke hat sich auch in diesem Jahr wieder einem Praxiseinsatz gestellt – diesmal während eines Praktikums bei der Remondis Brandenburg GmbH. Spezialist Paul Kämmerer (r.) wachte in Herzberg darüber, dass alles glatt lief. FOTO: Dieter Müller
Finsterwalde/Herzberg/Großräschen. Seinem nunmehr achten Praktikum in Parlaments-fernen Arbeitsbereichen stellte sich der Finsterwalder Landtagsabgeordnete Rainer Genilke (CDU) in dieser Woche. Und kam ganz schön ins Schwitzen.

Da gingen die Gedanken von Rainer Genilke zu Wochenbeginn des öfteren in Richtung Neapel.  In die Stadt, aus der wegen nicht beräumten Mülls immer mal wieder Bilder um die Welt gehen, wie man sie sich vor der eigenen Haustür partout nicht wünscht.

„À la bonheur“, kann Rainer Genilke ganz im Gegenteil zum heimischen System der Abfallentsorgung sagen. Und erst recht zu der Leistung, die von den Kollegen tagein, tagaus ganz selbstverständlich erwartet   und abgeliefert wird.  In seinem diesjährigen Praktikum – dem insgesamt achten in verschiedenen Branchen –  saß Rainer Genilke zunächst  „auf dem Bock“ eines Müllentsorgungsfahrzeuges und unterstützte die Kollegen auf ihrer Tour quer durch den Landkreis. Arbeitsbeginn 6 Uhr in der Herzberger Niederlassung der Remondis  Brandenburg GmbH, An den Steinenden 19.

Am Mittwoch dann Einsatz an den Sortierbändern für Holz und Kunststoff in der Niederlassung in Großräschen. Erhöhter Schwierigkeitsgrad für Mitarbeiter wie den Praktikanten: „Bei diesen Temperaturen kommt man ins Schwitzen wie ein Affe“, sagt Rainer Genilke. Höchsten Respekt zollt er den Besatzungen der Müllfahrzeuge, die sich in oft schwierigen Verkehrssituationen und beengten Straßenverhältnissen an die bereitgestellten Tonnen heranarbeiten müssen. Aus einer Sackgasse gehe es dann nur rückwärts hinaus, was über Distanzen von 200, 300 Metern einiges fahrerisches Können abverlangt, lobt Rainer Genilke. „Da sollte man bei Entscheidungen zur Infrastruktur wohl an Wendeschleifen denken“, meint er. „Die Jungs machen eine verdammt harte Arbeit. Sommers wie Winters“, sagt Rainer Genilke. „Und ab Januar kommt dann noch die Biotonne hinzu“, fügt er an.

Nicht minder der Einsatz der Kollegen an den Sortierbändern. Beeindruckend die Zahlen, die bei Remondis unter anderen zu Buche schlagen: 30 000 Tonnen Hausmüll, 8000 Tonnen Sperrmüll und 10 000 Tonnen Papier werden hier im Jahr bewegt. 30 Mitarbeiter in Herzberg und 150 Mitarbeiter in Großräschen agieren im Auftrag des Abfallentsorgungsverbandes „Schwarze Elster“ für die Landkreise Elbe-Elster und Oberspreewald-Lausitz – damit es keine Zustände wie zeitweilig in Neapel gibt. 20 Auszubildende sind derzeit im Unternehmen – alle mit einer Übernahmegarantie wenn sie das Ausbildungsziel erreichen. Und Rainer Genilke räumt mit einer oft geäußerten Vermutung auf: Das Glas, das nach weißem, grünem und braunem in verschiedene Löcher  des Containers eingeworfen wird, werde tatsächlich getrennt weiter transportiert. „Es wird in drei verschiedene Kammern geschüttet“, sagt Praktikant Genilke aus eigenem Augenschein.

Und noch einmal mit dem Blick nach Neapel, ganz zu schweigen von anderen Regionen der Welt: „Was Remondis hier im Auftrag des Abfallentsorgungsverbandes für den Umweltschutz und damit für unser aller Gesundheit leistet, kann man nur hoch würdigen. Und das für eine Grundgebühr von nicht einmal 30 Euro pro Nase im Jahr“, resümiert der Landtagsabgeordnete und Finsterwalder Stadtverordnete nach seiner diesjährigen Schnuppertour in Parlaments-ferne Arbeitswelten.

(gb)