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| 15:57 Uhr

Radtour durch den Osten Deutschlands
Finsterwalde als Etappenort

 Auch Stephan, Clara, Matthias und Jan nehmen an der Tour des Osten, die am Donnerstag und Freitag durch Elbe-Elster führte, teil.
Auch Stephan, Clara, Matthias und Jan nehmen an der Tour des Osten, die am Donnerstag und Freitag durch Elbe-Elster führte, teil. FOTO: LR / Daniel Roßbach
Finsterwalde. Die Sängerstadt gibt bei Radfahrenden ein gemischtes Bild ab. Von Daniel Roßbach

Mehr als 200 Radfahrer und Radfahrerinnen machten am Donnerstag und Freitag in der Sängerstadt Station. Sie bestreiten die „Tour de Osten“, bei der Finsterwalde zum ersten Mal Etappenort war. Eine Ehre, die der Stadt etwa bei der Friedenfahrt nie zuteil wurde – anders als Görlitz, Cottbus oder auch Forst.

Im Gegensatz zum ehemaligen Etappenrennen durch die DDR, Polen und die Tschechoslowakei ist diese Radtour aber kein Wettbewerb. Auch deshalb sind E-Bikes in dem Feld gern gesehen, etwa ein Fünftel davon machen sie aus. Trotz dieser Unterstützung wird die Route der Tour so geplant, dass größere Steigungen eher vermieden werden. In sieben jeweils circa 70 Kilometer langen Etappen führt die Route in diesem Jahr von Dresden über Bautzen und Spremberg nach Torgau, wo sie am Samstag mit einem Rundkurs zu Ende geht. Der Weg dahin führte das Peloton, das in sechs Gruppen mit verschiedener Geschwindigkeit aufgeteilt wird, auch durch die momentan ramponierte Bürgerheide.

Ausgetragen wird die Rundfahrt unter der Leitung des Touristikers Dieter Krumme in verschiedenen Formen seit 1997. Seitdem fast in jedem Jahr dabei war etwa Michael Bräutigam aus Meerane, der an der Tour vor allem die Organisation schätzt: „Man braucht sich um nichts kümmern, bekommt das Gepäck transportiert. So kann man einfach Fahrrad fahren und Urlaub machen“, sagt der 45-Jährige.

 Die Radtour "Tour de Osten" macht mit 200 Teilnehmern in Finsterwalde Station, bevor die Strecke weiter nach Torgau führt.
Die Radtour "Tour de Osten" macht mit 200 Teilnehmern in Finsterwalde Station, bevor die Strecke weiter nach Torgau führt. FOTO: LR / Daniel Roßbach

Während ihm der Aufenthalt der Tour in Finsterwalde – mit Übernachtung in der Turnhalle und einem Sängerabend am Donnerstag – gut gefallen hat, machten andere Teilnehmer der Fahrt gemischte Erfahrungen. So berichten einige der jüngeren Teilnehmer der Fahrt von einer unangenehmen Begegnung mit „pöbelnden Betrunkenen“ in der Innenstadt. Die hätten andere mitrechten Parolen belegt. Bei der Finsterwalder Polizei gingen keine Meldungen dazu ein.

„Es gab schönere Ort“, sagt so etwa Clara Schramm aus Gießen, die zum vierten Mal an der Tour teilnimmt, über den Besuch in Finsterwalde. Trotzdem meint sie: „Es ist insgesamt schön, neue Landstriche und Orte kennen zu lernen, in die man anders vielleicht nicht gekommen wäre.“ Gefragt, was ihnen an der Tour Spaß mache, antworten ihre Freunde Stephan und Jan: „Das Radfahren, das Trinken und neue Leute kennen zu lernen.“

Korrektur: In einer früheren Version war davon die Rede, Teilnehmer der Tour seien mit rechten Parolen belegt worden. Das beruhte auf einem Missverständnis darüber, zwischen welchen Personen sich die Auseinandersetzung abgespielt hat.