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| 14:22 Uhr

Showdown der Feuerwerker
Den liegenden Eiffelturm in ein magisches Licht getaucht

Das Feuerwerk von MSK Pyrotec schoss sie auf den zweiten Platz.
Das Feuerwerk von MSK Pyrotec schoss sie auf den zweiten Platz. FOTO: Mirko Sattler
Lichterfeld. Mehrere Tausend Besucher lassen sich die Pyrogames in Lichterfeld nicht entgehen. Die Feuerwerker von Art of Laser and Fire aus Berlin gewinnen den Pokal. Von Mirko Sattler

Der Wettkampf der Feuerwerker hat am Samstag wieder mehrere Tausend Besucher – teils mit Decke oder Campingstuhl „bewaffnet“ – an den liegenden Eiffelturm nach Lichterfeld gelockt, um das Spektakel aus Licht und Knallkompositionen live mitzuerleben. Ebenso viele Schaulustige säumten bei den 7. Pyrogames die L 60 am Rande der Förderbrücke und der Zufahrt zum Eingangsbereich des Besucherbergwerkes.

Mit dem Countdown „1, 2, 3 – Feuer frei“ zählten die Zuschauer zusammen mit dem Moderator die Sekunden herunter, bis das erste Feuerwerk sich in die Luft bewegte. Kurze Zeit später tauchten Raketen, Knaller und Leuchtsterne Lichterfeld in ein magisches Licht. Gegenüber den vergangenen Jahren hat sich am Konzept der Veranstaltung nichts Wesentliches geändert. „Es wird wieder drei Feuerwerke á zwölf Minuten geben, die mit Musik untermalt beziehungsweise im Takt der Musik abgefeuert werden. Die Shows an sich gleichen aber nicht denen der letzten Jahre“, erklärte Tourneemanager Thomas Fröbe zum Auftakt der Himmelshow. Bis auf das Material, das in die Luft gefeuert wird, kennt der 38-Jährige die Show nicht. „In welcher Reihenfolge was zum Abschuss gebracht wird, weiß ich nicht. Die Feuerwerker verraten auch nichts. Es werden auf jeden Fall neue Lieder, neue Konzepte, neue Choreografien und neue Bomben zum Einsatz kommen“, so der Tourneemanager weiter.

Aufgrund der derzeitigen großen Trockenheit und der hohen Waldbrandwarnstufe gab es jedoch in diesem Jahr kleine Veränderungen. „Diesmal mussten wir die Kalibergröße von einst 100 Millimeter auf 75 Millimeter verringern. Mit der Verringerung der Kalibergröße änderte sich auch die Steighöhe und damit die Gefahr im Umfeld“, erklärte Logistiker Norman Schulte. Mit zwölf Feuerwehrkameraden erhöhte die örtliche Feuerwehr die Sicherheit. „Fünf Wochen vor dem heutigen Termin haben wir uns mit dem Ordnungsamt hingesetzt und ein Konzept ausgearbeitet. Am Freitag sind wir die Örtlichkeiten noch einmal abgegangen. Samstagnachmittag haben wir die Flächen rund um den Abbrennplatz und die Fotovoltaikanlage bewässert“, ­verri­et Amtswehrführer Thomas Paul, der gleichzeitig die Stützpunktfeuerwehr Elbe-Elster Ost über diesen Einsatz informierte.

Ordnungsamtschef Matthias Pohl bereitete indes eine ganz andere Sache Bauchschmerzen. „Viele Besucher schauen sich die Feuerwerke nicht vom Festgelände aus an, sondern bevölkern die Flächen rings um die Förderbrücke. Teilweise werden sogar offene Feuer in Form von Grills angezündet. Bei der hohen Waldbrandwarnstufe ein gefährliches Unterfangen“, so der Ordnungsamtschef.

Neben den zwei altbewährten Feuerwerken von Matthias Kürbs aus Pirna und Apollo art of laser & fire aus Berlin war das Team von MSK Pyrotec zum ersten Mal dabei. Jedenfalls an der F 60. „Unsere Effekte haben wir wie alle Feuerwerker an unsere Musik angepasst. Die Musik ist aus dem Tanzbaren. Sie reißt die Leute mit. Ein Großteil stammt aus der Elektroszene. Dabei ist es schwierig, die Effekte an die Musik anzupassen“, meinte Feuerwerker Ingo Schulze. Der 41-Jährige ist mit Leib und Seele dabei, wie er sagte. Er beschäftige sich seit 2005 mit Pyrotechnik.

Im Rahmenprogramm gab es einen Auftritt der Band „Rose Bogey’s“ und der Feuershow von 360Grad aus Dresden. Eingestimmt wurden die Besucher mit einem sogenannten Tagesfeuerwerk.

Zum ersten Mal wurde in Lichterfeld per Applausbarometer abgestimmt. Den ersten Platz errang Apollo art of laser & fire, gefolgt von MSK Pyrotec Wettin und Feuerwerke Kürbs.