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| 18:38 Uhr

Pyrogames 2019 gestartet
Raketen erleuchten den Himmel über der F 60 in Lichterfeld

 Je dunkler es wurde, desto spektakulärer die Effekte bei den 8. Pyrogames an der F 60 in Lichterfeld. Die Zuschauer waren begeistert.
Je dunkler es wurde, desto spektakulärer die Effekte bei den 8. Pyrogames an der F 60 in Lichterfeld. Die Zuschauer waren begeistert. FOTO: Mirko Sattler
Lichterfeld. Aufgrund von Hitze und Trockenheit galt bei den Pyrogames am Besucherbergwerk in Lichterfeld eine noch höhere Sicherheitsstufe. Die Feuerwehr bewässerte das Umfeld des Abbrennplatzes. Von Mirko Sattler

Zwar hat sich grundsätzlich am Konzept der Pyrogames nichts geändert, dennoch mussten dieses Mal einige Vorkehrungen in Sachen Brandschutz getroffen werden. „Wir sind heute mit fünf Kameraden vor Ort, um schnell eingreifen zu können, falls sich ein Brand entwickeln sollte“, verrät Rene Jünigk von der Freiwilligen Feuerwehr Lichterfeld. Der erfahrene Gruppenführer weiß, wie schnell das passieren kann. „Das Gefahrenpotenzial ist sehr hoch. Hier stehen eine Fotovoltaikanlage und eine große Rasenfläche. Bisher hatte lediglich mal die Kartonage der Batterien Feuer gefangen“, erzählt der 42-Jährige, der schon fünfmal bei solch einer Brandsicherheitswache dabei war.

Seit 17 Uhr am Sonnabend sind die Lichterfelder Kameraden dabei, das Umfeld des Abbrennplatzes zu bewässern, um die Brandgefahr einzudämmen. Fängt es trotzdem an zu brennen, können die Floriansjünger auf ihre 750 Liter Wasser und Schaum aus dem Tragkraftspritzenfahrzeug zurückgreifen. Breitet sich der Brand aus, werden sofort über die Leitstelle Lausitz in Cottbus weitere Kräfte alarmiert.
Pyrogames-Tourmanager Thomas Fröbe sieht es entspannt. „Die Situation hier ist nicht allzu extrem. Der Wald ist ein Stückchen entfernt vom Abbrennplatz. Zur Not haben wir 16 Feuerlöscher. Wir hatten schon weitaus gefährlichere Abbrennplätze“, versichert der 39-Jährige.

Zum 8. Mal gastierten die Pyrogames an der F 60. Davor waren viermal die Pyromasters zu Gast. „Wir haben das Feuerwerk insgesamt achtmal bei Waldbrandwarnstufe 5 abgebrannt. In den ganzen Jahren hat die Feuerwehr nur ein-, zweimal eingreifen müssen. Zudem wurden die Abstandsflächen erweitert und das Feuerwerk steiler gestellt. In den Gesprächen zwischen Veranstalter, Bergwerksbetreiber, Ordnungsbehörden und Feuerwehrverantwortlichen wurde ein Maßnahmenpaket beschlossen, das die  Pyrogames auch trotz der aktuellen Gefährdungssituation durch Hitze und Trockenheit zulässt“, weiß Andre Speri von der F 60-Concept GmbH. Etwas Sorge bereitet ihm jedoch die Unvernunft einiger Besucher, die sich aus südlicher und westlicher Richtung (L 60) dem Veranstaltungsbereich nähern, um von dort das Feuerwerk kostenfrei zu genießen. Dort befinden sich die bergbaulichen Sperrbereiche. Das heißt, es besteht Gefahr.

Wie schon im vorigen Jahr konnten wieder drei Höhenfeuerwerke bestaunt werden. Den Anfang machte diesmal das Team von MSK Pyrotec Wettin. Nach dem Ohrwurm von Cordula Grün ließ es das Feuerwerk in die Luft steigen. Kurze Zeit später versetzten Raketen, Knaller und Leuchtsterne den Himmel über Lichterfeld in ein magisches Licht.

Lichterfeld war der Start der diesjährigen Pyrogames-Tour. Dabei handelt es sich um einen Wettbewerb unter Feuerwerkern.