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Puppentheaterfestival übertrifft die Erwartungen

Traditionell gibt es ein Gruppenfoto aller Teilnehmer des Internationalen Puppentheaterfestivals im Elbe-Elster-Kreis mit den Sponsoren der Veranstaltung. Foto: Veit Rösler/vrs1
Traditionell gibt es ein Gruppenfoto aller Teilnehmer des Internationalen Puppentheaterfestivals im Elbe-Elster-Kreis mit den Sponsoren der Veranstaltung. Foto: Veit Rösler/vrs1 FOTO: Veit Rösler/vrs1
Bad Liebenwerda. . Ein Abend beim Internationalen Puppenspielfestival gehört allein den aus unterschiedlichen Teilen der Welt angereisten Künstlern. Veit Rösler/vrs1

Auch diesmal war es wieder so. "Gerade hier können die Puppenspieler Wissen austauschen", schwärmt der Organisator des Festivals, Olaf Bernstengel aus Dresden. Dabei ist die "Lange Nacht der Puppenspieler", wie dieser Abend auch genannt wird, nicht mit der "Langen Nacht des Puppenspiels" zu verwechseln, bei der drei bis vier Theater einen ganzen Abend lang vor Publikum ihre Künste zeigen. In diesem Jahr fanden beide Veranstaltungen an unterschiedlichen Tagen im Kreismuseum in Bad Liebenwerda statt. "Der einzige Nachteil des Puppentheaterfestivals ist, dass sich die Puppenspieler sonst selber nie sehen würden", stellt Bern stengel fest. "Ich denke, wir werden in diesem Jahr bei den Besuchern wieder die 6000-Besucher-Marke knacken. Viele Veranstaltungen hatten wir mit 80 Zuschauern veranschlagt. Gekommen sind dann meist um die 120", zieht Olaf Bernstengel eine erste Bilanz.

Die genauen Zahlen und ein Gesamtbild werden sich aber erst bei der offiziellen Auswertung im Dezember ergeben. In diesem Jahr habe sich das Konzept, den Schwerpunkt auf die sechs österreichischen Gruppen zu legen, bestätigt. Das Gesamtkonzept, die 69 Vorstellungen der 20 Bühnen an 27 verschiedenen Orten zu veranstalten, wird wohl in den nächsten Jahren auch von anderen Landkreisen kopiert werden. Erste Anfragen aus dem Raum Weimar seien bereits eingegangen, so Olaf Bernstengel.

In diesem Jahr sei das Internationale Puppentheaterfestival im Elbe-Elster-Kreis auch erstmalig größer als die Puppentheatertage in Mistelbach in Österreich, an denen Bernstengel ebenfalls beteiligt ist. Dabei komme das Festival im Elbe-Elster-Kreis mit einem Minimum an Kosten aus. "Durch die flächendeckende Versorgung an insgesamt 27 Spielorten hat fast jeder die Möglichkeit, eine oder mehrere Veranstaltungen in seiner Nähe zu besuchen", so Bernstengel.

"Heute ist kaum noch jemand bereit, weite Strecken zu Kulturveranstaltungen zu fahren. Damit sind wir heute wieder dort, wo wir früher mit den Wandermarionettentheatern waren, die zu den Leuten auf die Dörfer gefahren sind", ist sich Bernstengel sicher. Das Festival mit seinen 27 Spielorten sei wie früher ein Kulturbringer für die Menschen.

Welches Konzept im nächsten Jahr umgesetzt wird, stehe noch nicht genau fest. Der Schwerpunkt würde wie 2012 auf ein bestimmtes Nachbarland fallen. Die Entscheidung werde man voraussichtlich erst am Jahresende gemeinsam mit den anderen Organisatoren treffen, sagt Olaf Bernstengel.