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| 19:04 Uhr

Puppenspieler locken nach EE

Die Puppenspieler Ulli Voland und Karin Heym werben mit Luther und Mischka für das 19. Puppentheaterfestival.
Die Puppenspieler Ulli Voland und Karin Heym werben mit Luther und Mischka für das 19. Puppentheaterfestival. FOTO: Heike Lehmann
Finsterwalde. Großen Appetit haben am Dienstag bei einer Pressekonferenz im Hause der Sparkasse Elbe-Elster Luther und Mischka auf das 19. Internationale Puppentheaterfestival im Elbe-Elster-Land gemacht. Heike Lehmann / pm/leh

Lebendig wurden die beiden Figuren durch Spiel und Stimme der Puppenspieler Ulli Voland aus Birkwalde und Karin Heym aus Frankena. Am 15. September wird das Festival im Refektorium am Schloss Doberlug eröffnet. Bis zum 24. September werden 23 Puppentheaterbühnen aus Ungarn, der Slowakei, aus Russland und Deutschland 28 Inszenierungen bei 66 Veranstaltungen und 70 Vorstellungen darbieten. 50 Veranstaltungsorte werden dabei bedient. Das werden ohne Zweifel puppenspiel-intensive zehn Tage! Mit im Programm ist natürlich das Auftragswerk "Legende Luther"an rudolf & voland in Birkwalde. Erfolgreiche Uraufführung war im Juni. Mit diesem Stück zieht die Puppenbühne auch für Kulturland durch Brandenburg.

Finanziert wird das Festival mit einem Budget von 48 000 Euro. "Eine minimale Ausstattung, die zu sehr effektivem Arbeiten zwingt", sagt Kulturamtsleiter Andreas Pöschl. Mit 15 000 Euro unterstützt das Land Brandenburg, knapp 11 000 Euro kommen aus der Kreiskasse selbst, und jährlich 5000 Euro steuert die Sparkasse Elbe-Elster als Hauptsponsor bei. Treue Sponsoren bringen in Summe noch einmal 4500 Euro auf die Waagschale.

"Natürlich versucht das diesjährige Puppentheaterfestival wieder künstlerische Schwerpunkte entsprechend der Jubiläen des Jahres zu setzen. Das sind einmal die Reformation und das Wirken von Martin Luther und zum anderen 100 Jahre Oktoberrevolution", kündigt Pöschl an. Auch auf das Plakat hat sich Luther in diesem Jahr gedrängt - ganz im Einklang mit dem Kasper.

Mehrere Bühnen nehmen sich Martin Luther von einer heiteren Seite vor und wenden sich damit an Erwachsene. Zum anderen beinhaltet das Programm zehn Inszenierungen, deren Grundlage russische Märchen und Dramen sind. Deshalb auch der werbestrategische Schlagabtausch von Luther mit Mischka, dem russischen Bären. Erinnert wird so an den bedeutenden Einfluss, den das sowjetische Puppentheater seit einhundert Jahren, also nach der Oktoberrevolution, auf das Kinder- und Jugendtheater genommen hat.

"Sag mal geht's noch?" fragen "Die Berliner Stadtmusikanten II" zur Festivaleröffnung im Refektorium Doberlug-Kirchhain. Neues aus dem Altersheim erfahren dann die Besucher bei einem kurzweiligen Abend mit skurrilen Tieren und viel Musik. Die Karten für die Eröffnungsveranstaltung kosten 10 Euro und 7 Euro (ermäßigt, Schüler und Studenten). Reservierungen nimmt das Kulturamt des Landkreises Elbe-Elster unter 03535 465104 schon entgegen.

Im vergangenen Jahr konnten etwa 5500 Festivalbesucher gezählt werden. Andreas Pöschl hat durchaus den Ehrgeiz 2017 noch etwas draufzusatteln, obwohl Puppenspiel ja schon Grenzen setzt. Massenveranstaltungen sind es nicht. Dennoch gewinnt dieses Markenzeichen des Elbe-Elster-Kreises, sogenannte Wiege des Marionettenspiels, immer mehr Freunde - Erwachsene wie Kinder. Mit zum Teil 80 Erwachsenen pro Vorstellung sei man bereits an einer Obergrenze.

Zum Thema:
Karten erhalten Sie ab 31. Juli 2017 in den Museen des Museumsverbundes Elbe-Elster oder im Kulturamt des Landkreises Elbe-Elster. Weitere Informationen finden Sie unter www.puppentheaterfestival-ee.de oder bekommen Sie telefonisch unter 03535 465104. pm/leh