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Puppenspieler lernen sich kennen

Die Puppenspieler landeten am Ende ihrer Reise am Schloss in Uebigau.
Die Puppenspieler landeten am Ende ihrer Reise am Schloss in Uebigau. FOTO: vrs
Uebigau. Eine Woche lang geben gegenwärtig 23 Puppenbühnen aus ganz Deutschland und aus vier weiteren europäischen Ländern beim 19. Internationalen Puppentheaterfestival in 24 Städten und Gemeinden insgesamt 68 Vorstellungen, um dabei 28 verschiedene Inszenierungen zu präsentieren. Veit Rösler

Zu den 48 Veranstaltungsorten gehören 18 Grundschulen, drei Gymnasien, ein Schloss, vier Kindergärten, zwei Kirchen, vier Museen und mehrere Firmen. Über die Kreis- und Landesgrenzen hinaus finden daneben im Nachbarkreis Vorstellungen in der Oberschule Senftenberg und im Nachbarbundesland Sachsen im Stadtmuseum Riesa statt. Eine logistische Meisterleistung. Weil sich die Puppenspieler selber dabei untereinander kaum begegnen, ist die "Lange Nacht der Puppenspieler" hinter den Kulissen fern der Öffentlichkeit seit Jahren zur Tradition geworden. Viele Puppenspieler sehen sich bei diesem Treffen das erste und letzte Mal im Leben.

In diesem Jahr haben die Puppenspieler des Festivals mit einem Reisebus zunächst das "Museum 1547 Mühlberg" und danach das Atelier und die Galerie im alten Pfarrhof von Paul und E.R.N.A. in Altenau besucht. Am frühen Abend landete die Rundreise dann am alten Schloss in Uebigau, wo zunächst eine Führung durch Staudengärtner Klaus-Peter Manig durch den von ihm gepflegten Schlossgarten veranstaltet wurde.

Nicht zu verwechseln mit der "Langen Nacht des Puppenspiels" am heutigen Samstag, bei der mehrere Theater vor Publikum ihre Künste zeigen, spielen die Handpuppen und Marionetten bei der "Langen Nacht der Puppenspieler" nur eine untergeordnete Rolle. In gemütlicher Runde wird dabei über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Puppenspiels debattiert.