ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:41 Uhr

"Problem"-Schüler beschäftigen auch die AG Schule-Jugendhilfe

Herzberg. Zum weiteren Fahrplan in der Arbeit der AG Schule-Jugendhilfe gehört im Mai 2014 ein Treffen der Kontaktlehrer für den Kinderschutz. Für das Jahr darauf ist eine Fachtagung zum Thema "Kinderschutz in Elbe-Elster" geplant. gb

Es soll eine umfassende Bestandsaufnahme geben, was sich seit der Unterzeichnung einer Kinderschutzvereinbarung zwischen dem Landkreis und dem Staatlichen Schulamt im September 2011 getan hat. Der Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses Uwe Mader (Die Linke), inzwischen in seiner dienstlichen Funktion als Schulrat zusätzlich in die Thematik eingebunden, informierte in der jüngsten Ausschusssitzung über die bisherigen Ergebnisse der AG Schule-Jugendhilfe.

Kerngruppe gebildet

Verkleinert auf eine Kernarbeitsgruppe mit den Leitern des Jugendamtes, Jens Scheithauer, des Schulverwaltungsamtes, Marlis Eilitz, mit Uwe Mader vom Staatlichen Schulamt und Roman Riedt von der Landeskoordinierungsstelle Schule-Jugendhilfe werden in die quartalsweise durchgeführten Beratungen jetzt nur noch punktuell und themenabhängig weitere Akteure einbezogen. Die Schwerpunkte sieht die AG in der Beschulung besonders mit Problemen belasteter Schüler und flexibler Organisationsformen dafür, auf dem Gebiet der Einzelfallhelfer, der Arbeit mit den Eltern, der Ausformung von Netzwerkstrukturen und der Sozialarbeit an Grundschulen. Sozialarbeiter an Grundschulen seien bisher nur in Doberlug-Kirchhain und Finsterwalde ein Thema, die Prävention jedoch ein spannendes Feld. Gute Erfahrungen mit Einzelfallhelfern gebe es an der Grundschule Rückersdorf, schätzte Uwe Mader ein. "Kinderschutz an Schulen ist ein Prozess, der sich verstetigen muss", ordnete Mader die weitere Notwendigkeit der AG und der Arbeit auf diesem Gebiet ein. Eine regelmäßige Teilnahme an Schulleitertreffen gehöre dazu, ebenso die Qualifizierung der Kontaktlehrer.

Handlungsstandards festgelegt

Zur Erinnerung: Sind in einer Schule akute Gefährdungen des Kindeswohls zu erkennen, ist das Jugendamt zu informieren. Es sind Beobachtungsbögen entwickelt worden, die beim Einschätzen der Situation helfen und sie festhalten. Es ist festgelegt, wer mit wem sprechen muss und anderes mehr. Ziel der Vereinbarung ist es, den Kinderschutz als gesamtgesellschaftliche Aufgabe wahrzunehmen. Es sind Handlungs- und Verfahrensstandards festgelegt worden, wie mit bekannt gewordenen Anhaltspunkten, die auf eine Gefährdung des Wohls eines Kindes oder Jugendlichen schließen lassen, durch die Lehrer und in Zusammenarbeit mit den Erziehungsberechtigten, dem Jugendamt und anderen umzugehen ist. Es sind Kompetenzen, Strukturen und die Wahrnehmung von Aufgaben innerhalb der Schule beschrieben worden. Sogenannte Kontaktlehrer an den Schulen fungieren als Ansprechpartner. Wie Uwe Mader in der jüngsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses hervorhob, will die AG Schule-Jugendhilfe weiter an den Strukturen der Zusammenarbeit und Ideen für einen wirkungsvollen Kinderschutz arbeiten. Im Jahr 2015 solle der Jugendhilfeausschuss die Ergebnisse überprüfen.