Eine wissenschaftliche Konferenz stimmt ab Donnerstag ein auf die Erste Brandenburgische Landesausstellung "Preußen und Sachsen. Szenen einer Nachbarschaft", 2014 im Schloss Doberlug. Sie wird gemeinsam veranstaltet vom Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte, Potsdam, das auch die inhaltliche Verantwortung für die Landesausstellung trägt, und dem Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde, Dresden, sowie der Universität Potsdam.

Schon 2011 bis 2013 haben die Professur für Mittelalterliche Geschichte der Universität Potsdam und die Stadt Doberlug-Kirchhain bei einer tschechisch-polnisch-deutschen Tagungs-Trilogie vor allem die Lausitzer Geschichte betrachtet. Bis zum Samstag beschäftigen sich die Wissenschaftler jetzt erneut mit preußisch-sächsischen Aspekten. Die Referenten kommen aus Altenburg, Dresden, Halle, Klagenfurt und Potsdam. Ihre Vorträge richten sich sowohl an ein Fachpublikum als auch an die interessierte Öffentlichkeit. Der Sprecher des Fachbeirates zur Ersten Brandenburgischen Landesausstellung, Professor Frank Göse vom Historischen Institut der Universität Potsdam, beleuchtet am Donnerstag um 17 Uhr beispielsweise das brandenburgisch-sächsische Verhältnis im 16./17. Jahrhundert. Professor Winfried Müller vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde, Dresden, spricht am Freitag um 16.30 Uhr über "Preußen, Sachsen und das Ende des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation". Politische Vermächtnisse der Hohenzollern und Wettiner, die Feindschaft zwischen Friedrich II. von Preußen und Heinrich Graf von Brühl, die Arbeit der Statistischen Kommission auf dem Wiener Kongress 1814/15, aber auch alltagspraktische Probleme im preußisch-sächsischen Grenzraum nach 1815 sind Vortragsthemen.

Eröffnet wird die Konferenz am Donnerstag um 16.30 Uhr durch Sabine Kunst (parteilos), Brandenburgs Kultur-Ministerin. Interessenten können kostenfrei an der Konferenz im Refektorium, Schlossplatz, teilnehmen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Das vollständige Programm:

www.brandenburgische- landesausstellung.de