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| 18:51 Uhr

DLG-Siegel und Preis des Genussmagazins
Finsterwaldes Brauhaus räumt ab

Braumeister Markus Klosterhoff zeigt zwei der insgesamt sechs Urkunden für das Finsterwalder Brauhaus.
Braumeister Markus Klosterhoff zeigt zwei der insgesamt sechs Urkunden für das Finsterwalder Brauhaus. FOTO: LR / Frank Claus
Finsterwalde. Das Sängerstadt-Brauhaus wird „Brauerei des Jahres“ im Wettbewerb des Genussmagazins „Selection“ und holt drei Mal DLG-Gold. Wie der Braumeister die Ergebnisse bewertet. Von Frank Claus

Na das klingt doch! „Brauerei des Jahres 2018“ – diesen Titel darf Finsterwaldes Brauhaus jetzt mit vier weiteren Brauereien aus ganz Deutschland tragen. Ausglobt wird dieser Preis vom in Deutschland, Italien und Frankreich erscheinenden Genussmagazin „Selection“. Für die Teilnahme am Wettbewerb muss man sich mit sechs Bieren, die getestet werden, bewerben. Die Finsterwalder haben es ins „Top-Level-Gold“ geschafft. Ihnen ist dabei für alle Biere eine sehr gute Qualität bescheinigt worden – als regelrecht herausragend ist jedoch das „Finsterwalder Rauchbier“ eingestuft worden. Es besitzt ein Raucharoma, schmeckt leicht nach Mokka und Waldbeeren, ist dezent bitter und so harmonisch bestens abgerundet. Wie viele Brauereien sich am Wettbewerb beteiligt haben, war nicht zu erfahren.

Finsterwaldes Braumeister Markus Klosterhoff ist stolz auf den Titel nicht wegen des Titels, sondern weil ihn das Urteil unabhängiger Sachverständiger immer besonders interessiert. Und genau das ist der Grund, dass ihm die drei Goldmedaillen der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft (DLG), die die Brauerei jetzt für ihr „Radikator Finsterwalder Doppelbock“, das „Finsterwalder Rauchbier“ und das „Finsterwalder Pilsener“ erhalten hat, noch wichtiger sind. Markus Klosterhoff: „Die DLG-Prüfung ist knallhart und man bekommt danach auch noch eine Bieranalyse, um eigene Schlussfolgerungen für die Arbeit ziehen zu können.“ Im Jahr 2013 hatte sich das Finsterwalder Brauhaus zum letzten Mal am Biertest beteiligt und damals auch zwei Goldmedaillen abgeräumt. „Wir wollten wissen, wo wir jetzt stehen und auch unsere neuen Biere bewerten lassen“, sagt der ehrgeizige Braumeister.

Markus Klosterhoff weiß, wovon er spricht, wenn er von einer harten Prüfung redet. Er hat jahrelang an der Uni in Berlin genau in einem jener Prüf-Unternehmen gearbeitet, das auch jetzt Tester war. Die Bier-Qualitätsprüfung führt die DLG in Zusammenarbeit mit den beiden führenden Brauerei-Instituten, der VLB Berlin und dem Forschungszentrum Weihenstephan für Brau- und Lebensmittelqualität durch.

Der DLG zufolge würden bei Laboruntersuchungen eine Bieranalyse und eine Prüfung der biologischen Haltbarkeit durchgeführt. In der Bieranalyse kontrollieren die Experten die Stammwürze, die Haltbarkeit des Schaums, die Farbe, den Trübungsgrad sowie den Kohlendioxid- und Ethanolgehalt des Bieres.

Und nicht irgendwelche Männer am Stammtisch sind die Verkoster, sondern ebenfalls ausgewiesene Experten. In den abschließenden sensorischen Blindverkostungen, so ist von Hanna Schwarz von der DLG-Zertifizierungsstelle zu erfahren, würden die Sachverständigen bewerten, „ob das Endprodukt in seinen Geruchs- und Geschmackseigenschaften typisch für die Biersorte ist. Das Testen durch zehn Experten, die im Einzelprüfverfahren nach wissenschaftlichen Anforderungen die Biere bewerten, gehöre zu den Besonderheiten der DLG-Prüfung.

Finsterwalde Brauhaus Finsterwalde
Finsterwalde Brauhaus Finsterwalde FOTO: LR / Frank Claus
FOTO: LR / Frank Claus