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| 17:36 Uhr

Diebstahl-Prävention
Dunkle Jahreszeit ist Diebstahl-Jahreszeit

Horst Börner (r.) und Martin Rehm von der Kreisverkehrswacht codieren für Margot Schneider (m.) das Fahrrad ihres Enkelkindes.
Horst Börner (r.) und Martin Rehm von der Kreisverkehrswacht codieren für Margot Schneider (m.) das Fahrrad ihres Enkelkindes. FOTO: Daniel Friedrich / LR
Finsterwalde. Die Polizei berät in Finsterwalde, wie sich Bürger vor Einbruch und Diebstahl schützen können. Von Daniel Friedrich

Sie kommen häufig im Schutze der Dunkelheit und haben es auf Fahrräder, Schmuck und andere Wertgegenstände abgesehen: Diebe und Einbrecher haben jetzt, wo die Tage kürzer werden, Hochkonjunktur. Wie schützt man sich am besten davor? Auf dem Finsterwalder Marktplatz konnten Bürger dieser Tage unter anderem ihr Fahrrad von der Verkehrswacht codieren lassen oder sich von der Polizei und einem Sicherheitsunternehmen zu den neusten Alarmsysteme beraten lassen.„Wenn einem Leute vor dem Haus oder im Treppenaufgang auffällig vorkommen, sollte man sie ansprechen“, sagt Polizeioberkommissarin Karin Wende. Schon so würden potentielle Täter abgeschreckt, die möglicherweise gerade die Gegend auskundschaften. Auch solle man fremde Personen grundsätzlich nicht in seine Wohnung lassen: „Mitarbeiter von Wohnungsgenossenschaften oder Handwerker müssen sich ausweisen können und werden in aller Regel einige Tage vorher schriftlich angekündigt“, weiß die Kommissarin. Hier gelte: Lieber eine gesunde Portion Skepsis als zu viel Gutgläubigkeit walten lassen. Im Zweifelsfall Nachbarn hinzuziehen oder beim Vermieter nachfragen.

Auch Fahrräder stehen auf der Liste der Diebe ganz oben, die Aufklärungsquote von Zweiraddiebstählen ist dagegen eher niedrig. Im Jahr 2016 wurden im Revierbereich Finsterwalde von 169 angezeigten Fällen nur 8,3 Prozent aufgeklärt. „Jedoch können wir beobachten, dass Diebe codierte Fahrräder weniger klauen als nicht codierte“, berichtet Karin Wende. In dem Code, den die Verkehrswacht in den Radrahmen eingraviert, ist die Adresse des Fahrradbesitzers verschlüsselt. Bei einer Kontrolle zeigt die Codierung sofort, wer der tatsächliche Eigentümer des Rades ist. Zudem macht man es Dieben beim Weiterverkauf schwer und einen Diebstahl somit unattraktiv. Zusätzlich empfiehlt die Polizei, hochwertige Räder mit einem Schloss aus dem Fachhandel abzuschließen. Noch sicherer sei es, zwei verschiedenartige Schlösser gleichzeitig zu verwenden.

Am kommenden Donnerstag, 9. November, bieten Polizei, Verkehrswacht und Sicherheitsunternehmen zwischen 10 und 12 Uhr noch einmal in der Finsterwalder Südpassage Beratung.