Die wichtigste Einfallstraße in die Stadt aus Richtung Herzberg ist attraktiv ausgebaut. Mehr noch: "Jetzt ist die Hauptverkehrsschlagader im Stadtteil Kirchhain von der Schillerstraße bis zum Rosenende durchsaniert", freute sich am gestrigen Dienstag Bürgermeister Bodo Broszinski (FDP).

Mit knapp 600 000 Euro ist die Potsdamer Straße in zwei Bauabschnitten grundhaft ausgebaut worden - die ersten 180 Meter im Jahr 2012 und das Stück bis zum Markt in diesem Jahr. Ein Drittel der Kosten trägt die Stadt, die beiden anderen dank Städtebau förderung der Bund und das Land. Ein wichtiger Straßenabschnitt im Sanierungsgebiet "Kirchhain Markt" wurde sichtbar aufgewertet - und das früher als eigentlich geplant, weil man im nächsten Jahr zur Landesausstellung im Schloss mit vielen Besuchern rechnet. So sorge das große Ereignis auch dafür, dass im Stadtteil Kirchhain investiert wird, so der Bürgermeister.

Enttäuscht teilte er aber auch mit, dass die erhoffte Stadtkernumgehung als Verlängerung vom Hagwall über den schon gebauten Kreisel hin zur Feldstraße nicht kommen wird, weil dem Land Brandenburg das Geld fehlt. Das Ziel, den Innenstadtbereich vom Schwerlasttransport zu entlasten, rückt damit in weite Ferne.

Zwei Wochen vorfristig sind die Arbeiten an der Potsdamer Straße beendet worden. Nur die Winterlinden werden erst im Herbst gepflanzt. Die Ausführungsplanung kam aus dem Hause MKS Architekten und Ingenieure Spremberg. Der Bauauftrag ging an die Firma Eurovia Verkehrbauunion Kolkwitz. Den Bauarbeitern zollte das Stadtoberhaupt seinen Respekt. "Vor allem die Mitarbeiter vom MMK Pflasterbau haben hier bei glühender Hitze gearbeitet", so Broszinski.

Eine komplexe Erneuerung der gesamten Straßenentwässerung war erforderlich. Neue Regenwasserkanäle mit Anschluss an die Kleine Elster wurden errichtet und Dachentwässerungen mit angeschlossen. Die sechs Meter breite Fahrbahn hat beidseitig Gehwege. Längsparkstreifen ermöglichen bequemes Einkaufen. Bei der Stadt hofft man deshalb, dass vielleicht die ein oder andere Geschäftseröffnung folgen wird.

Zum Markttag am 12. September wollen die Händler einen Tag lang mit besonderen Rabattaktionen, Verkostungen, Kaffee, Kuchen und Bratwurst ihren Kunden Danke sagen für die erwiesene Treue während der Bauzeit. Die übrigens verlief, so Bauleiter Olaf Weiß, mit den meisten Anliegern, die viel auszuhalten hatten, in einem kollegialen Miteinander. Auch Postzustellerin Regina Peuckert ist erleichtert, dass sie jetzt wieder bequem von Haus zu Haus fahren kann.