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| 18:38 Uhr

Finsterwalde
Förderer sammeln weiter für Konzertflügel

Finsterwalde. Heftig wird seit Mittwochabend über den Planungsstopp für die Stadthalle Finsterwalde diskutiert.

Zwei Seelen schlagen in der Brust von Rainer Willems, Vorsitzender des Fördervereins „Kulturfreunde Finsterwalde“. „Stadt und Region brauchen die Stadthalle. Alles andere wäre eine vertane Chance“, sagt er. Jedoch könne man sich den Argumenten des Bürgermeisters nicht verschließen, dass man die Stadt nicht in den Ruin treiben könne. Im Falle, dass in Potsdam keine weitere Unterstützung zu bewirken sei, müsse man über einen Plan B, eine „vielleicht etwas weniger schöne Halle“ nachdenken. „Das Ziel Stadthalle muss unbedingt weiter verfolgt werden. Wir sammeln auch weiter für den Flügel“, so der Vereinschef.

Ronny Zierenberg, Vorsitzender der Fraktion der Bürger für Finsterwalde im Stadtparlament: „Es ist natürlich ein Dämpfer für dieses Stadthallen-Projekt. Der Bürgermeister hätte viel früher und kritischer die Baukosten hinterfragen müssen, da ihm als ehemaligen Bauamtsleiter die Baukostensteigerungen nicht fremd sein sollten. Mit dem Finger jetzt nur auf das Architekturbüro zu zeigen, ist nicht hilfreich“, sagt er und erwartet nun eine offene Diskussion, in der ehrlich mit den noch zu erwartenden Kosten bis zur Fertigstellung des Projektes umgegangen werde. „Es wurde schon viel Schweiß und Geld investiert und wir hoffen, dass es nicht vergebens war“, so Ronny Zierenberg.

 Auf das Finden einer Lösung will CDU-Fraktionschef Thomas Zimniak jetzt alle Kräfte gerichtet wissen. „Das Projekt muss weiter gehen“, ist er überzeugt. Noch vor der Sommerpause müssten viele Gespräche geführt und Informationen eingeholt werden. Dazu müssten Fraktionsspitzen und Bürgermeister an einen Tisch und auch die Diskussion in den Fraktionen geführt werden.

Bei einer Investition von 15,7 Millionen Euro sieht Udo Linde, Fraktionschef der Linken, das selbst gesteckte Ziel einer 50prozentigen Förderung erfüllt. Gäbe es jetzt dazu in Potsdam noch ein positives Ergebnis für eine höhere Förderung, müsse schnellstmöglich mit dem Bau begonnen werden, um weitere Verteuerungen zu vermeiden.

(gb)