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Philipp Hummel: "Ob Wüste oder Tropen – gehe überall hin"

Philipp Hummel ist der 31. junge Mensch aus der Region, der dank Unterstützung von Michael Stübgen in die USA starten kann.
Philipp Hummel ist der 31. junge Mensch aus der Region, der dank Unterstützung von Michael Stübgen in die USA starten kann. FOTO: Gabi Böttcher
Finsterwalde. Dorkas Höhne aus Uebigau ist das 30. "Patenkind" Michael Stübgens, das im August über das Parlamentarische Patenschaftsprogramm des Deutschen Bundestages in die USA reisen kann. Gabi Böttcher

Alle 30 vom Bundestagsabgeordneten aus Finsterwalde in den zurückliegenden Jahren unterstützten jungen Menschen waren Schüler. Erstmals geht jetzt als das 31. "Patenkind" Stübgens ein junger Mann mit abgeschlossener Ausbildung diesen Weg. Philipp Hummel aus Großthiemig startet am 8. August über den großen Teich. Bei der Sparkasse Meißen erlernte Philipp den Beruf des Bankkaufmannes.

Der 20-Jährige, geboren in Lauchhammer, kann sich mit diesem Start in die Vereinigten Staaten einen lange gehegten Wunsch erfüllen. Schon vor Jahren habe er im Internet recherchiert, wie er sich einen solchen Auslandsaufenthalt gestalten könnte. Vor zwei Jahren hatte er sich schon einmal für einen Platz im Patenschaftsprogramm des Bundestages beworben. Diesmal hat er das Auswahlprozedere überstanden. Und ist glücklich, voller Neugier und Tatendrang. "Ob in die Wüste oder in die Tropen, mir ist es egal, wohin ich gehe", sagt der junge Mann, der sein genaues Ziel in den USA noch nicht kennt. Fest steht, dass es in New York losgeht. Für die Zeit von Januar bis Juni kommenden Jahres muss er sich dann in einem Unternehmen einen Praktikumsplatz suchen. "Im besten Fall finde ich einen in einer Bank", sagt Philipp. Für die Zeit des Praktikums wird er auch bezahlt. Dieses Geld will er verwenden, um das Land im Juli auf eigene Faust weiter zu erkunden. Auf privaten Reisen hat Philipp bereits New York, Florida und Kalifornien näher kennengelernt. Der Reiz des Landes wirkt ungebrochen, da spielen weder ein neuer Präsident noch unangenehme Einreisemodalitäten eine besondere Rolle. Fernsehen auf Englisch gehört zu Philipps derzeitigem "Fitness"-Programm, mit dem er sich auf die bevorstehenden Monate vorbereitet. Neben dem Wissenszuwachs am Collage und im Praktikum will der Großthiemiger auch den amerikanischen Führerschein erwerben. Dankbar ist er sowohl Michael Stübgen, der ihn auf der Ziellinie unter den Bewerbern ausgewählt hat, als auch seinem Arbeitgeber für die Freistellung.