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| 17:39 Uhr

Adventsserie
„PGH“ – das erinnert an vergangene Zeiten

Die PGH Frieden gab es seit 1958 in Finsterwalde.
Die PGH Frieden gab es seit 1958 in Finsterwalde. FOTO: Heike Lehmann
Finsterwalde. Inschriften an Häusern zeugen oft von einer wechselhaften Geschichte der Gebäude. In einer LR-Adventsserie werden sie aufgespürt.

An alte Zeiten erinnert die kaum noch lesbare Schrift an einem verfallenen Gebäude in der Großen Ringstraße von Finsterwalde. „PGH Frieden“ kann man enträtseln. 1958 wurde die Produktionsgenossenschaft PGH Frieden mit den Geschäftsfeldern Galvanik und Kfz-Reparatur ins Leben gerufen. Die LR fragt heute, wer kann sich an diese PGH erinnern? Wer hat dort gearbeitet? Rufen Sie am Dienstag, 19. Dezember, zwischen 14 und 15 Uhr die 03531 717424 an oder schicken Sie bis 15 Uhr eine E-Mail an finsterwalde@lr-online.de

Das heutige Falkenberger Rathaus hat eine wechselvolle Geschichte erlebt. Gebaut 1889 sollte es erst einmal der wachsenden Schülerzahl im damaligen Dorf Platz bieten. Wo zuvor noch das Armenhaus gestanden hatte, wurde nun eine zweite Schule gebaut. In deren Gebäude befand sich aber auch schon damals das Gemeindeamt.

In geschichtlichen Unterlagen ist nachzulesen, was man in den ersten Jahren unter Gemeindverwaltung verstand: „Seit der Separation 1834 war Falkenberg nun ein Ort mit freien Einwohnern, der von einem Ortsrichter (= Gemeindevorsteher mit zwei Schöffen) selbstständig verwaltet wurde, während der Besitzer des Rittergutes sich auf den Gutsbezirk mit fast 60 Bewohnern beschränkte“, steht beispielsweise zu lesen. Zuerst leiteten Bauern nebenbei die dörflichen Angelegenheiten, die mit den Wachsen des Ortes durch die Eisenbahnansiedlung aber immer vielfältiger und aufwendiger wurden. Erst ab 1913 leisteten sich die Falkenberger einen festbesoldeten Beamten.

Gut 20 Jahre nach dem Bau des heutigen Rathauses, also ab 1910, wurde es auch ausschließlich als solches genutzt. Jedoch: Es folgten in den kommenden Jahren zahlreiche Umbauten und Umgestaltungen.

Schließlich bot das Haus ab 1920 auch noch der Gemeindesparkasse Platz. Erst 1935 wurde diese in ein eigenes Geschäftshaus verlegt. So lange konnte man im Falkenberger Haus der Politik auch finanzielle Transaktionen tätigen.

Ob Gefängniszelle (da, wo heute die Garage steht, soll man noch immer die damaligen Gitter sehen können), Polizei-Gruppenposten, Sitz der Gebäudewirtschaft oder „Raumzelle“ als Lösung für dringend benötigten Platz in der Verwaltung – im Baugeschehen wurden einige Kapitel geschrieben, damit man sich vor Ort den aktuellen Bedürfnissen anpassen konnte.

Und nicht nur das Haus selbst ist Zeuge wechselvoller Stadtgeschichte. Auch die uralte Bank, die früher vor dem Rathaus stand, gibt es noch. Nur wenige Meter entfernt, am kleinen Fachwerkhaus, in dem die Heimatstube untergebracht war, hat sie ihren Platz gefunden.

Das Rathaus in Falkenberg.
Das Rathaus in Falkenberg. FOTO: Sylvia Kunze / LR
(leh/sk)