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"Passt bloß auf Eure Vatis auf”

"Flottenparade" für die Kindertagesstätten des Kreises: 73 Gabelstapler und 198 Bobby-Cars stehen zur Abholung bereit.
"Flottenparade" für die Kindertagesstätten des Kreises: 73 Gabelstapler und 198 Bobby-Cars stehen zur Abholung bereit. FOTO: Frank Claus
Finsterwalde. Die Sparkasse Elbe-Elster hat zum Kindertag Bobby Cars und Gabelstapler an 73 Kindertagesstätten des Landkreises übergeben. Frank Claus

Die Sparkasse Elbe-Elster als Auto- und Maschinenhändler! Der Hof steht rappelvoll. Exakt 198 knallrote Bobby-Cars und 73 Gabelstapler stehen in Reih und Glied auf der Außenanlage des Finsterwalder Sparkassen-Pavillons. Und dahinter mit freudigen Augen jede Menge Kita-Mitarbeiterinnen und einige Steppkes, zumeist aus Finsterwalder Einrichtungen, die der Übergabe beiwohnen dürfen. Nicht nur das. Sie sind die ersten Testfahrer. Schnell sind die Bobby-Cars in der ersten Reihe belegt und sicher ist, wenn die Gabelstapler erst mal in den Kindertagesstätten ankommen, werden sie zum Streitobjekt: "Jetzt bin ich dran, Du bist schon soooo lange gefahren. Das sag ich Tante Gritt, dass Du mich nicht lässt." Kommt Ihnen bekannt vor, liebe Leser? Sicher.

Christine Hinzmann, leitende Erzieherin in der Kita Großrössen, ist sich jedenfalls sicher: "Die werden zum Streitobjekt." Die Bobby-Cars sind schon jetzt ein Renner in der Einrichtung. "Eine leichte Schräge, was denken Sie, wie die Post abgeht", berichtet die gestandene Erzieherin und ist des Lobes voll über das neuerliche Engagement der Sparkasse. 25 000 Euro kostet die Anschaffung, so Vorstand Jürgen Riecke und leisten könne sich die Bank das "für unsere Kinder wegen unserer guten Geschäftslage und dem großen Kundenstamm in Elbe-Elster".

Drei dieser Rennflitzer und einen Gabelstapler erhält auch die Kita "Am Fliegerberg" in Thalberg. "Alles, was rollt, lieben die Kinder", berichtet Chefin Sabine Lemm und erzählt: "Ich hatte den Gabelstapler ja schon in der Geschäftsstelle in Bad Liebenwerda stehen sehen und mich gefragt, ob wir den nicht haben können." In Thalberg gibt es längst je nach Altersklasse Bobby-Car, Roller- und Fahrrad-Rennen. Ihre Einrichtung ist in den Vorjahren auch Eigentümerin eines ebenfalls von der Sparkasse gesponserten Kinderbusses zum Kleinkindertransport geworden. "Ein feines Teil auf der Straße. Im Wald nutzen wir aber noch unsere alten Wagen."

Carmen Göbel aus der Falkenberger ASB-Kita überlegt gerade, wie sie die Geschenke am besten verstauen kann. "Die werden in der Kita Augen machen, wenn ich damit ankomme."

Das sagt auch Josephine Zickert aus der Sonnewalder Fröbel-Kita. "Eine ganz tolle Aktion. Unsere Kinder und auch die Erzieherinnen wissen bislang von nichts. Da wird nachher gleich großes Hallo sein." Dass die Sparkasse sich so für die Kitas nach Spielplatz- und Kinderbus-Aktion ins Zeug legt, empfinden die anwesenden Erzieherinnen aus insgesamt 73 eingeladenen Kindertagesstätten als nicht selbstverständlich und dafür umso schöner. Josephine Zickert weiß nicht genau, ob sie es angesichts der gerade erhaltenen Geschenke sagen soll, und fragt dann den LR-Reporter: "Ob ich den Chef mal frage, ob wir ein Einrad für Kinder unterstützt bekommen? Wir wollen doch Nachwuchs für ArTas-Ensemble ausbilden." Ob sie sich getraut hat?

Trauen sollten sich Eltern, Kinder zu bekommen. Das sagt Landrat Christian Heinrich-Jaschinski (CDU) nicht zum ersten Mal. Die Bedingungen dafür in Elbe-Elster würden von Jahr zu Jahr besser, spricht er von einer guten Entwicklung des Kreises und der Sparkasse. Und er warnt die Steppkes: "Passt bloß auf Eure Vatis auf. Wenn die in die Kita kommen und die Gabelstapler sehen, wollen die auch gleich mal fahren."

Zum Thema:
Die Sparkasse Elbe-Elster hat jeder der 73 Kitas einen Gabelstapler geschenkt und die Bobby-Cars nach Kinderanzahl verteilt. Monika Skrabulska vom Marketing: "Bis 50 Kinder gab es ein, zwischen 50 und 100 drei und bei mehr als 100 Kindern vier Bobby-Cars je Kita."150 000 Euro hat die Sparkasse in den zurückliegenden Jahren für Kinderbusse ausgegeben, dazu eine weitaus größere Summe für die Neugestaltung von Spielplätzen. Vorstand Jürgen Riecke: "Wir wollen wirklich vordringlich immer das fördern, was am meisten in den Einrichtungen gebraucht wird."