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"Pacino" punktet mit seinem Entwurf

Beim Graffiti-Wettbewerb für die Kleine Unterführung in Finsterwalde wurden fünf Sieger von der Jury gekürt. Gaston Hasching, alias "Pacino" (M.), überzeugte mit seinem Entwurf besonders.
Beim Graffiti-Wettbewerb für die Kleine Unterführung in Finsterwalde wurden fünf Sieger von der Jury gekürt. Gaston Hasching, alias "Pacino" (M.), überzeugte mit seinem Entwurf besonders. FOTO: Heike Lehmann
Finsterwalde. Nach holprigem Start kommt das Graffiti-Projekt für die Kleine Unterführung in Finsterwalde jetzt in Schwung. Am Dienstag hat eine Jury fünf Siegerentwürfe gekürt. Am meisten überzeugt hat "Pacino" mit seinem Blick auf die Sängerstadt. Heike Lehmann

Bereits im Herbst vorigen Jahres hatte die Stadt Finsterwalde unter Regie der Jugendkoordinatorin Antje Schulz einen Graffiti-Wettbewerb gestartet. Für die tristen und derzeit eher beschmierten Wände an der kleinen Unterführung in der Tuchmacherstraße waren unter dem Motto "Die Sängerstadt bleibt bunt" lebensfrohe Ideen gefragt. Doch im ersten Anlauf folgten diesem Aufruf nicht genug Teilnehmer.

Aufgeben war aber nicht. Stattdessen wurde der Bewerbungszeitraum noch einmal verlängert. Und siehe da - vielleicht auch mit einem kleinen Schubser der anderen Jugendkoordinatoren der Sängerstadtregion - lagen an diesem Dienstag 17 Arbeiten im geforderten A3- oder A4-Format auf dem Tisch der Jury. Mitgestimmt haben Michael Miersch von der Stadtverwaltung in Vertretung für den Finsterwalder Bürgermeister, Rainer Schade als Vertreter der Deutschen Bahn, Vertreter vom Verein "Jugend mischt mit", Schüler und natürlich die Jugendkoordinatorin selbst.

Die meisten Punkte bekam der Entwurf von Gaston Hasching. Der 26-Jährige ist selbstständiger Tätowierer und arbeitet unter dem Künstlernamen "Pacino". Für den Wettbewerb hat er den Wasserturm, Finsterwaldes Wahrzeichen, zentral ins Bild gesetzt. Eine Häuserzeile ruht auf dem Schriftzug "Finsterwalde". Zwei schwungvolle Boxen stehen für die Musik in der Sängerstadt. Warum er mitgemacht hat? "Ich bin gefragt worden", gibt Pacino lächelnd zu. Etwa 30 Stunden Arbeit stecken in seinem Entwurf.

Die anderen Gewinner sind Romina Fröschke (Münchhausen), Leon Schlemminger (Doberlug-Kirchhain) und Lisa-Marie Kaminski (Sallgast), Justine Trodler (Breitenau) sowie Robin Müller (Sonnewalde).

Die Entwürfe gehen jetzt an Hannes Höhlig, Graffiti-Profi aus Berlin, der sie auf ihre Umsetzbarkeit prüfen wird. Bei einem zweitägigen Workshop Anfang Mai wird er den jungen Künstlern praktische Tipps geben, damit die Ideen schließlich zu echten Hinguckern an der Kleinen Unterführung werden.